Maisabreife – Ergebnisse vom 8. September

Geschrieben am 09.09.2025 | Kategorie(n) Allgemein

Die bis Anfang Mai gesäten Bestände erreichen die Siloreife in dieser Woche. Spät gesäte Bestände in höheren Lagen sollten bis Ende nächster Woche siloreife erreichen.

Die Ergebnisse der Beprobung vom 8. September finden Sie in dieser Tabelle:

Silomais-Abreifemonitoring-08.-September.pdf

Maisabreife – Ergebnisse vom 1. September

Geschrieben am 03.09.2025 | Kategorie(n) Aktuelles

Maisabreife im südhessischen Raum

Der Niederschlag in der vergangenen Woche fiel unterschiedlich aus und betrug zwischen 10 und 45 mm. Erfahrungsgemäß senken Niederschläge nach Trockenphasen die TS der Restpflanzen bzw. verzögern die Abreife, was sich z.T. in den aktuellen Ergebnissen „TM-Prozent Restpflanze“ an den südhessischen Probestandorten (s. Seite 2) widerspiegelt. Die Stärkeeinlagerung hat sich mit steigender Wärmesumme fortgesetzt. An drei von sieben Probestandorten erreichen die Kolben voraussichtlich Mitte/Ende nächster Woche (10.-14.Sept.) den optimalen Stärkegehalt. Der TS-Gehalt kann sich bei beständig trockener Witterung in den nächsten Tagen ebenso erhöhen. Besonders bei kompakten Maisbeständen beeinflusst die Kolben-TS den Gesamt-Trockenmassegehalt der späteren Silage. Hier sollte in diesem Jahr die Ernte nicht zu weit aufgeschoben werden

Am Montag (1. Sept.) erfolgte die zweite Beprobung von Frischmais in Südhessen. Zwei weitere Standorte mit späteren Aussaatterminen (Wald-Michelbach und Modautal) und höherer Lage ergänzen nun die Auswertung. Die Ergbenisse können in dem PDF eingesehen werden.

Silomais Abreifemonitoring 01. September

 

Zeigerpflanzen im Ackerbau

Geschrieben am 01.09.2025 | Kategorie(n) Beiträge

In diesem Jahr ist der Unkrautdruck vor allem in den Hackfrüchten deutlich ins Auge gefallen. Anlass genug, sich Gedanken zu machen, WARUM einzelne Unkräuter in besonderem Maße auf den Flächen zu finden sind. Daher starten wir mit der Inforeihe „Zeigerpflanzen im Ackerbau“.

Doch was sind Zeigerpflanzen?

Zeigerpflanzen sind Wildpflanzen oder Unkräuter, deren Anwesenheit Aufschluss über Bodenverhältnisse gibt. Die Artenzusammensetzung einer Ackerbegleitflora ergibt sich nicht zufällig, sie ist optimal angepasst an die am Standort vorherrschenden klimatischen und geologischen Verhältnisse sowie besonders an die spezifischen Bedingungen auf den bearbeiteten Ackerflächen wie Bodenbearbeitung, Anbau und Ernte bestimmter Nutzpflanzen. Als erste Zeigerpflanze widmen wir uns der Ackerkratzdistel.

Die Ackerkratzdistel

Die Ackerkratzdistel ist ein besonders ausdauerndes Wurzelunkraut; sie gedeiht im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen auch gut in verdichteten Böden und Böden mit schlechter Belüftung. Die Ausbreitung im Feld erfolgt vor allem über die Wurzelausläufer. Ihr hohes Anpassungs- und Regenerationsvermögen macht sie sehr konkurrenzstark; darüber hinaus können die Wurzelexudate eine keimhemmende Wirkung auf andere Pflanzen haben, was der Distel einen weiteren Vorteil verschafft.

Die Distel ist ein Indikator für hohe Stickstoffgehalte und Verdichtungen bzw. Sperrschichten im Boden. Überall dort, wo Distelnester auftreten, ist wahrscheinlich mit Verdichtungen in tieferen Bodenschichten zu rechnen. In dieser Sperrschicht sind sowohl Feuchtigkeit als auch Stickstoff in hoher Konzentration vorhanden, die die Distel mit ihrer langen Wurzel und Ausläufern erschließen kann. Wenn Verdichtung und Nährstoffe aus diesem Bereich verschwinden, wird der Standort für die Distel unattraktiv. Bei Auftreten der Distel sollten Ursache und Zusammenhang mit Bodenstruktur oder Nährstoffen untersucht werden.

Wie kann die Distel wirkungsvoll bekämpft werden?

Wuchsstoffe eignen sich für die chemische Bekämpfung der Distel. Die besten Anwendungsbedingungen für Wuchsstoffe zur Distelbekämpfung sind warme, feuchte Witterung mit einer Luftfeuchtigkeit über 60 % und Temperaturen um 20 °C. Die Anwendung sollte erfolgen, wenn die Disteln eine Wuchshöhe von 10–15 cm erreicht haben und sich im Knospenstadium befinden. Es ist wichtig, dass die Pflanzen nicht unter Wachstumsstress stehen und eine gute Aufnahme des Mittels möglich ist. Wuchsstoffe wirken systemisch und gelangen über die Blätter bis in die Wurzel der Pflanze; sie greifen in den Stoffwechsel der Pflanze ein, es kommt zu sehr starken Zellstreckungen und unkontrolliertem Wachstum, was schließlich zum Absterben der Pflanze führt. Bei nicht angepasster Anwendung wachsen die Distel weiter.

Bei der mechanischen Bekämpfung ist das oberste Ziel, die in der Wurzel eingelagerten Assimilatvorräte zu schwächen. Vorbeugende und effektive Maßnahmen sind Fruchtwechsel und Zwischenfruchtanbau, letzterer insbesondere deshalb, weil Disteln empfindlich auf Lichtmangel reagieren. Eine schnelle und lückenlose Beschattung des Bodens durch Kulturpflanzen ist eine effektive und besonders bodenschonende Maßnahme. Stoppel- und Grundbodenbearbeitung sowie das Hacken in Reihenkulturen tragen dazu bei, die Wurzel zu schwächen und die Disteln zu reduzieren. Um die Ackerkratzdistel wirksam zu bekämpfen, ist ein mehrjähriger, mehrstufiger Ansatz erforderlich.

Eine wirksame Strategie kombiniert chemische und mechanische Methoden mit dem Anbau konkurrenzstarker Folgekulturen. Die Förderung eines dichten Pflanzenbestandes, beispielsweise durch die Ansaat von Gras-Klee-Mischungen, kann das Wachstum der Disteln unterdrücken.

Auch wenn die Distel in unseren Kulturpflanzen als hartnäckiges Unkraut gilt, trägt sie doch wesentlich zur Artenvielfalt bei und besitzt einen hohen ökologischen Wert. Ihre Blüten dienen als wichtige Nektar- und Pollenquelle für zahlreiche Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge – auch noch im späten Sommer und Herbst. Sie ist Futterpflanze für verschiedene Schmetterlingsraupen und ihre Samen finden als Nahrung für Vögel Verwendung.

Die Angst vor den flugfähigen Samen ist oft unbegründet. Eine Vermehrung über die Samen ist zwar möglich, aber auf landwirtschaftlich genutzten Flächen eher unwahrscheinlich, denn die jungen Keimpflanzen der Distel sind sehr empfindlich. Die Hauptverbreitung und Vermehrung erfolgt über Wurzelteile.

Ackerkratzdistel

Maisabreife – Ergebnisse vom 25. August

Geschrieben am 27.08.2025 | Kategorie(n) Aktuelles

Maisabreife im südhessischen Raum

Der Silomais zeigt sich aktuell im hessischen Odenwald noch überwiegend grün. Auffällig sind in diesem Jahr die zum Teil recht kompakten Pflanzen. Ursache dafür kann einerseits ein zeitiger Aussaattermin im April sein, denn Tageslänge und Sonneneinstrahlung haben Einfluss auf die spätere Wuchshöhe. Auch die Hitzeperiode und Wassermangel im Juni haben das Wachstum beeinflusst. Der Silomais hat in dieser Zeit das Längenwachstum besonders auf leichten Standorten deutlich reduziert. Der Kolbenansatz und die Einkörnung sind indes positiv zu beurteilen. Die Niederschlagsperiode im Juli während der Blüte und Körnerbildung lässt eher hohe Stärkegehalte erwarten.

Am Montag (25. Aug.) wurden die ersten Frischmaisproben in Südhessen  entnommen und getrennt nach Restpflanzen und Kolben gewogen und getrocknet. Augenmerk lag hierbei auf Standorten mit zeitigen Saatterminen. Die Ergebnisse können in dem PDF eingesehen werden.

Silomais Abreifemonitoring 25. August

 

Einladung zu Feldrandgesprächen am 3. und 4. September

Geschrieben am 21.08.2025 | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

Herzliche Einladung zu unseren Feldrandgesprächen

Was steht gerade an?

Wir reden über Zwischenfrucht, Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz und Sortenwahl – kompakt, praxisnah und direkt am Feld.

Treffpunkte am Mittwoch, 3. September sind:
  • 11:00 Uhr             Radweg zw. Beerfurth und Fränkisch-Crumbach
  • 13:30  Uhr             Igelsbach/Sportplatz
  • 15:00 Uhr             Mörlenbach, Langklinger Hof
Treffpunkte am Donnerstag, 4. September sind:
  • 10:00 Uhr              Groß-Bieberau, Halle Voltz
  • 11:30 Uhr               Roßdorf, Fasanenhof/Rosenhof

Wir freuen uns! Ihr AGGL-Team und Thomas Bickhardt, LLH