Informationen aus der Landwirtschaft und für die Landwirtschaft

Geschrieben am 04.05.2016 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein, Beiträge

Mai – jetzt kommt der Frühling in Fahrt

Nachdem die nasskalte Witterung in der letzten Aprildekade die Entwicklung der Bestände – vor allem im Winterweizen- ausgebremst hat, nimmt der Frühling jetzt Fahrt auf…..Der Raps hat flächendeckend die Vollblüte erreicht und die Wintergerste spitzt die Grannen. Mit Zunahme der Temperaturen wird sich auch die Aktivität in und Mineralisation in den Böden deutlich erhöht. Der Bodenvorrat an Stickstoff wurde in diesem Frühjahr noch nicht nennenswert mobilisiert. Für die anstehenden Düngemaßnahmen muss der Bodenvorrat berücksichtigt werden! Nitracheck und Chlorophyllmessungen geben Auskunft – aktuelle Informationen entnehmen Sie bitte unserer Homepage.

Die Saatbedingungen für den Mais sind in diesem Jahr ideal! In der Regel liegt ein gut abgesetztes und ausreichend feuchtes Saatbett vor. Mais kann besser als jede andere Kultur von der Stickstoffnachlieferung des Bodens profitieren. Durch den relativ späten Stickstoffbedarf kann der Mais den Bodenvorrat sehr effizient nutzen.

Vom Grünland wird Anfang bis Mitte Mai der erste Schnitt eingeholt. Ziel ist es eine gute Silage mit hohem Nährstoffwert und geringen Trockenmasseverlusten zu bergen. Der richtige Erntezeitpunkt ist wesentlich für einen hohen Nährstoff- und Energiewert und hilft Grundfutterleistung zu erhöhen – gerade in Hinblick auf den angespannten Milchmarkt! Und bitte nicht zu tief mähen! Im unteren Sprossabschnitt sind die Reservestoffe enthalten, die für einen schnellen Wiederaustrieb dringend gebraucht werden.

Wichtig: Bitte nehmen Sie mit ausreichend Vorlauf vor dem 1. Schnitt Kontakt mit den Jägern auf, damit ausreichend Zeit bleibt, um das Wild zu vergrämen. Junge Kitze verlassen die Wiesen nicht von alleine, sondern müssen von der Ricke aus dem Feld geführt werden. In Reichelsheim unterstützt die Aktion Rehkitzrettung Landwirtschaft und Hegegemeinschaft beim Aufsuchen von Kitzen in den hohen Grasbeständen. Freiwillige Helferinnen und Helfer sind jederzeit willkommen.

Bei Fragen steht Ihnen das AGGL Team gerne unter der Telefonnummer 06162-9435-0 zur Verfügung.

Einladung zur Feldbegehung am 11.Mai im Odenwald

Geschrieben am | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

 

Die nasskalte Witterung in der letzten Aprildekade hat die Getreidebestände gestresst.

An drei Standorten werden wir Flächen begehen und die anstehenden Maßnahmen ansprechen.

Markus Jakob vom LLH wird uns beratend begleiten.

 Mittwoch, 11. Mai

11.00 Uhr         Reichelsheim, Treffpunkt Hundeplatz

14.00 Uhr         Mörlenbach, Treffpunkt am Langklinger Hof

16.00 Uhr         Igelsbach, Treffpunkt am Sportplatz 

Auf Wunsch können zusätzlich einzelne Schläge gezielt angefahren werden – bitte sprechen Sie uns an!

 

Feldbegehungen im Reinheimer Hügelland: Ertragsanlagen fördern und sichern

Geschrieben am 14.04.2016 | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

Ertragsanlagen fördern und sichern!

Die ersten Nitracheckmessungen liegen vor! Zu den nächsten Feldbegehungen dem LLH im Reinheimer Hügelland laden wir Sie herzlich ein:

 Mittwoch, 20. April

9.30 Uhr       Freizeitgelände Sterbach, Mischbornquelle (Mosbach)

11.30 Uhr     RWZ-Lengfeld

13.30 Uhr     Bahnübergang Klein-Umstadt /Appelallee

 Freitag, 22. April

9.30 Uhr       Maschinenhalle Volz (Groß-Bieberau an der B 38)

11.30 Uhr     Rosenhof Rück, Fasanenhof Ewald (Roßdorf)

 

  • Bestandsentwicklung und Nährstoffversorgung
  • Wachstumsregler und Pflanzenschutz

Informationen aus der Landwirtschaft

Geschrieben am 13.04.2016 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Alle Jahre wieder…..häufen sich im Frühjahr Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern, weil Landwirte Gülle und Mist auf Ihre Flächen fahren.

Die Ausbringung von Gülle und Mist auf den Flächen dient der Nährstoffversorgung unserer Kulturpflanzen und hilft den Nährstoffkreislauf zu schließen.

Gülle und  Mist sind wertvolle Mehrnährstoffdünger, für die Ausbringung gelten die rechtlichen Vorgaben der Düngeverordnung.

  • Gülle muss auf unbestelltem Ackerland zeitnah eingearbeitet werden.
  • Für Gülle, die auf Wiesen und bewachsenen Getreidebeständen ausgebracht wird, gilt das Einarbeitungsgebot selbstverständlich nicht.

Idealerweise erfolgt eine Ausbringung bei bedecktem Himmel!

  • Für Festmist, mit Ausnahme von Hühner- oder Putenmist, gibt es keine Verpflichtung zur Einarbeitung.

In jüngster Zeit kam es zu Irritationen, weil aus Unkenntnis dieser Sachverhalte selbst bei Mist- oder Kompostausbringung Anzeigen erstattet wurden. Es ist wichtig, dass Landwirtschaft und Bürgerinnen und Bürger in gegenseitigem Respekt und mit der notwendigen gegenseitigen Rücksichtnahme diese Zeit der Gülle- und Mistausbringung meistern.

Bei Fragen stehen die zuständigen Landwirtschaftsämter der Landkreise und natürlich das Team der AGGL zur Verfügung.

Nmin-Werte unter Sommerungen und Düngungsempfehlungen zu Zuckerrüben

Geschrieben am 24.03.2016 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein, Beiträge

Noch sind die letzten Bodenproben zu analysieren, aber wir möchten Ihnen vorab die bisherigen Ergebnisse mitteilen:

Die meisten Flächen für Zuckerrüben weisen derzeit mittlere Nmin-Mengen in Höhe von 67 kg N/ha. Zur gleichen Zeit beprobt Flächen für Silomais haben im Schnitt in 0-90 cm Tiefe nur 47 kg N/ha. Ursache für diesen nicht unerheblichen Unterschied dürfte die frühe Einarbeitung von Zwischenfrüchten vor Zuckerrüben sein. Diese zeitigere Bodenbearbeitung führte zu einer N-Freisetzung.

Die folgende Tab. Nmin_Sommerungen 2016 zeigt eine Auswertung der Nmin-Werte in Abhängigkeit von Hauptfrucht, langjähriger organischer Düngung und Vorfrucht. Deutlich erkennbar ist der Effekt der langjährigen organischen Düngung

Wichtig für die Düngungsbemessung ist die realistische Einschätzung der N-Aufnahme der Zwischenfrüchte vor den Kulturen und die Beurteilung der N-Nachlieferung aus der organischen Substanz der Böden. Im letzten Jahr haben wir wieder N-Aufnahmen von Zwischenfrüchten in Höhe von 30 – 90 kg N/ha durch Ertragsschnitte ermittelt.

Späträumende Kulturen wie Rüben oder Mais sind prädestiniert dafür, die Bodenvorräte zu nutzen. Hier kann und muss die Bemessung der N-Düngung auf Einsparungspotenziale hinterfragt werden. Beim Einsatz von Wirtschaftsdüngern ist die alleinige Anrechnung von NH4-Nzu niedrig. Betriebe, die regelmäßig Wirtschaftsdünger ausbringen, sollten den Gesamt-N zu 100 % für diese Kulturen anrechnen.

 

Düngebedarfsermittlung für Zuckerrüben:

Sollwert ZR              =          180 kg N/ha

Abzug Nmin               (- 67 kg N/ha)

Abzug ZF                    (- 30 bis 90 kg N/ha)

Abzug langj. OD         (- 10 kg N/ha)

 

N-Dg-empf. zwischen 30 kg N/ha (bei langjähriger organischer Düngung und kräftiger ZF) und 90 kg N/ha (ohne Wdg, schwache ZF).

Bitte beachten Sie, dass eine optimale Verwertung des N durch die Zuckerrüben durch vorherige Einarbeitung erzielt wird.