Infoveranstaltungen Pflanzenbau in Roßdorf und Otzberg

Geschrieben am 16.02.2016 | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

In  Zusammenarbeit  mit  dem  LLH  laden  wir  Sie  herzlich  zu
Informationsveranstaltungen ein:

Mittwoch, den 24. Februar von 10.15–12.00 Milchhof Roßdorf
(Fam. Dörr)

Freitag, den 26. Februar von 10.15–11.30 Neuwiesenhofpavillon“
(Otzberg/Lengfeld)

•   Allgemeine pflanzenbauliche Situation
•   Hinweise zum Pflanzenschutz
•   Aktuelle Nmin-Ergebnisse sowie Ergebnisse aus
Pflanzenanalysen (Raps) und Düngeempfehlungen für die
Region
•   Sonstiges

Informationen aus der Landwirtschaft

Geschrieben am 02.02.2016 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Februar 2016

Am 1. Februar endet bundesweit die Kernsperrfrist, ab sofort dürfen Gülle und Gärreste wieder auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht werden, sofern diese aufnahmefähig und befahrbar sind. Für die Ausbringung gelten die rechtlichen Vorgaben der Düngeverordnung. Bei Gärresten aus Biogasanlagen gilt vor der Ausbringung:

Prüfzeugnis, Untersuchungsbericht und Hinweise für die Anwendung in der Landwirtschaft bitte sorgfältig lesen.

Am 16. Februar enden die Erosionsschutzregelungen. Ab dann darf auch in Hanglagen wieder gepflügt werden. Etliche Flächen sind aufgrund der milden Witterung in den vergangenen Wochen stark verunkrautet, so dass der Pflug einen maßgeblichen Anteil zur Ackerhygiene beitragen kann. Mögliche Ausnahmegenehmigungen für einen vorzeitigen Pflugeinsatz auf erosionsgefährdeten Flächen müssen bei den zuständigen Fachbehörden beantragt werden.

Der Zwischenfruchtanbau hat mit der Einführung von Greening und HALM weiter an Bedeutung gewonnen, die unterschiedlichen Anforderungen von Greening und HALM können allerdings zu Irritationen führen, daher sind hier noch einmal die Termine für den Umbruch aufgeführt.

Greening:       Umbruch ab 16. Februar – vorher ist Mulchen, Walzen, Schlegeln erlaubt

HALM:             Umbruch ab 1. Februar – vorher ist Mulchen, Walzen, Schlegeln erlaubt

Der bislang sehr milde Winter hat zur Folge, dass die Zwischenfrüchte nicht abgefroren sind. Laut den Wetterprognosen ist bis auf weiteres kein Frost zu erwarten. Speziell für die nachfolgenden anspruchsvollen Kulturen wie Zuckerrübe und Kartoffel wird die Einarbeitung der Zwischenfrüchte zur ackerbaulichen Herausforderung.

Im Februar werden auf unterschiedlichen Standorten wieder Bodenproben für regionale und schlagspezifische Düngeempfehlungen entnommen. Sobald die ersten Ergebnisse vorliegen, werden sie den Landwirten mitgeteilt.

Informationen aus der Landwirtschaft

Geschrieben am 15.12.2015 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein, Beiträge

Dem aufmerksamen Beobachter ist es nicht entgangen: in diesem Herbst werden noch mehr Zwischenfrüchte zur Winterbegrünung angebaut als bisher.

Auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben ist der Zwischenfruchtanbau schon Standard. Insbesondere in Wasserschutzgebieten werden Zwischenfrüchte zum Grundwasserschutz seit Jahren angebaut. Die Ausdehnung des Zwischenfruchtanbaus ist auf das „Greening“ – eine Verpflichtung zu Umweltleistungen – und das Hessische Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflegemaßnahmen (HALM) zurück zu führen. Hierbei verpflichten sich die Landwirte, über Winter Zwischenfrüchte anzubauen, die den Boden schützen und Nährstoffe speichern, und sie erst ab Anfang bzw. Mitte Februar unterzuarbeiten. Neben dem Boden- und Wasserschutz leisten Zwischenfruchtflächen auch einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Kommen die Bestände im Herbst noch zur Blüte, bieten sie vielen Insekten eine späte Nahrungsquelle. Im Spätherbst und Winter bieten sie dem Wild Nahrung und Schutz.

In den drei Südhessischen Landkreisen werden aktuell mehr als 4000 Hektar Zwischenfrüchte für Greening und HALM angebaut – zusätzlich zu den bisherigen Zwischenfruchtflächen.

Terminankündigungen Sachkundefortbildungen des LLH Griesheim

Geschrieben am 16.11.2015 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Im Pflanzenschutz sachkundige Personen sind nach § 9 (4) PflSchG verpflichtet, innerhalb eines Zeitraumes von 3 Jahren an einer amtlich anerkannten Fortbildungsveranstaltung teilzunehmen, spätestens bis zum 31. Dezember 2015.

Weitere Veranstaltungen folgen im Feb/März 2016. Für alle Veranstaltungen ist eine rechtzeitige Anmeldung erforderlich!!

Die Anmeldungen können über folgende Wege eingereicht werden:

Hotline Fortbildung Pflanzenschutz:

Tel.: +49 (0) 561 – 72 99 333 oder Tel.: +49 (0) 6411 – 92 89 702

Fax: +49 (0) 611 – 327 609 219

Email: pflanzenschutzsachkunde@llh.hessen.de

Internet: Online-Anmeldung

http://www.llh.hessen.de/veranstaltungen-und-seminare.html

(Bitte geben Sie dort Ihr Geburtsdatum und Geburtsort in dem Feld „Bemerkung“ an)

 

Veranstaltungort Name des Veranstaltungsraums Termin Uhrzeit
 64756  Ober-Mossau Kirchstr.8 Pension zum RossR+CH. Kübler 25.11.2015 10:00 – 15:00
 64579 Gernsheim- Allmendfeld 

 Raiffeisenstr.1

Bürgerhaus 02.12.2015 10:00 -15:00
 64832 Langstadt Kleestädter Str. Ochsenstadl 10.12.2015 10:00 – 15:00
 64579 Gernsheim Georg Schäfer Platz 1 Stadthalle 29.01.2016 9:30 – 15:00

Informationen aus der Landwirtschaft – Oktober

Geschrieben am 03.11.2015 | Kategorie(n) Aktuelles

Seit drei Jahren wird auf Flächen in der Region Starkenburg heimisches Soja angebaut – regional und GVO frei. Seit 2013 hat der Anbauumfang stetig zugenommen. Das von der EU geforderte Greening und ein Länderprogramm (HALM) fordern und fördern den Anbau von heimischen Eiweißpflanzen.

Auf überregionalen Feldtagen, im Sojanetzwerk und im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen haben die Sojabauern in den vergangenen drei Jahren ihre Erfahrungen und ihr Wissen in puncto Sojaanbau ständig erweitert. Neben klassischen ackerbaulichen Themen wie Bodenbearbeitung, Sortenwahl, Saattechnik und Bestandsführung waren vor allem die Bereiche Vermarktung, Aufbereitung und Veredlung von großem Interesse. 2015 war das bislang schlechteste Anbaujahr für die heimischen Sojapioniere!

Das viel zu trockene Frühjahr hat dazu geführt, dass die Sojabohnen untätig im Boden lagen. Wassermangel hatte das Keimen und Auflaufen stark verzögert. Nachdem dann endlich die ersten Keimblätter die Krume durchwachsen hatten, kamen Krähen und Tauben.

Im Ein-bis Zweiblattstadium ist die Sojabohne eine Delikatesse für die Vögel. Diese laufen die Saatreihen entlang und picken den Spross dicht am Boden ab- ein Wiederaustrieb erfolgt nicht. Die vom Fraß geschädigte Pflanze erholt sich nicht und so entstanden große Lücken (bis hin zum Totalausfall der ganzen Fläche!). In den durch Vogelfraß entstandenen Lücken gedeihen unerwünschte Unkräuter – vor allem Melde und weißer Gänsefuß. Mancherorts waren die Unkräuter die Hauptbestandsbildner! Entsprechend gering sind die diesjährigen Ernteerträge bei den Sojabohnen ausgefallen. Für den enormen Besatz mit Unkraut gab es beim Landhandel und in den Mühlen zudem noch Preisabzüge. Alles in allem ein sehr unbefriedigendes Jahr für den Sojaanbau in unserer Region! Und dennoch wollen die meisten Landwirte der Bohne eine Chance geben und werden auch im nächsten Jahr wieder Sojabohnen bauen – regional und ohne Gentechnik.

In Deutschland werden ausschließlich GVO freie Sojabohnen angebaut und der Einsatz von Glyphosat ist in Sojabohnen (auch im konventionellen Anbau!!) nicht erlaubt. Einige Mühlen und Futtermischwerke haben sich darauf spezialisiert und verarbeiten ausschließlich regional erzeugte Sojabohnen.