Herbst 2017 – Stickstoffbedarf nach Ernte der Hauptfrucht auf Ackerland

Geschrieben am 18.07.2017 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Düngemittel mit wesentlichen Gehalten an Stickstoff dürfen nach Ernte der Hauptfrucht bis einschließlich 31. Januar nicht aufgebracht werden. Die Kulturen Winterraps, Zwischenfrüchte vor Sommerungen, Ackerfutter und Wintergerste nach Getreidevorfrucht sind von dieser Regelung ausgenommen, aber in Abhängigkeit vom Aussaattermin. Eine Strohausgleichsdüngung ist nicht zulässig!

 

Vor der Ausbringung von stickstoffhaltigen Düngemitteln muss eine verbindliche schlagbezogene Bedarfsermittlung erfolgen. Weitere Informationen, sowie eine Planungs- und Dokumentationshilfe finden Sie hier im Anhang (geändert nach LWK Nordrhein-Westfalen) : Vorlage Düngebedarf Herbst 2017

 

Die Kernsperrfrist beginnt für die oben genannten Kulturen prinzipiell am 1. Oktober, ausgenommen ist nur Festmist von Huf-oder Klauentieren und Kompost. Für Schweine-, Rinder-, Pferdemist und Kompost beginnt die Kernsperrfrist am 15. Dezember!

 

Achten Sie darauf, dass Zwischenfrüchte rechtzeitig gesät werden, damit wirklich ein Bedarf vorhanden ist. Gerade Mischungen mit einem geringen Cruciferenanteil oder Nicht-Crucifere- Reinsaaten eignen sich gut für zeitige Aussaaten. Zwischenfrüchte können nach fast allen Getreidearten direkt nach der Ernte eingesät werden, nur nach Gerste ist eine Stoppelbearbeitung nach der Ernte und eine zweite Stoppelbearbeitung vor der ZF-Aussaat erforderlich, da die Ausfallgerste für die ZF-Ansaat eine zu hohe Konkurrenz darstellt. Zwischenfrüchte vor Wintergetreide dürfen nur eine Düngung erhalten, wenn sie ausreichend Zeit auf der Fläche verbleiben, um Nährstoffe aufzunehmen! 

Bei Fragen setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung!

Blühender Weinberg – Rundgang zur Weinbergsbegrünung mit Blühmischungen

Geschrieben am 12.07.2017 | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

Am Donnerstag, 20. Juli laden die Umstädter Winzer und Landwirte alle interessierten Bürger zum Weinbergsrundgang ein. Start ist um 18 Uhr am Farmerhaus (Lage Herrenberg).

Die Begrünung der Rebzeilen ist unerlässlich für einen wasser- und bodenschonenden Weinbau. Mit der Ansaat von reich blühenden Mischungen, die von den Winzern und der AGGL zusammengestellt wurden, wird zudem ein wertvoller Beitrag für die Umsetzung des Agrarumwelt- und Biodiversitätskonzeptes (AUBI) geleistet.

Auf dem Rundgang werden die Blühmischungen sowie verschiedene Produktions- und Pflegeverfahren im Weinbau vorgestellt.

Im Anschluss lädt die Winzergenossenschaft „Vinum Autmundis“ zu Weck, Worscht un Woi in den Weinbergen ein.

Rebzeilenbegrünung

Rebzeilenbegrünung

Blühmischung

Blühmischung

 

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Die neue Düngeverordnung ist in Kraft getreten

Geschrieben am 27.06.2017 | Kategorie(n) Aktuelles, Beiträge

Im Juni 2017 ist die neue Düngeverordnung in Kraft getreten. Damit gelten neue Vorgaben und Dokumentationsverpflichtungen.

Wesentlichen Neuerungen finden sie hier:  2017_Düngeverordnung

Erntebrief 2017

Geschrieben am | Kategorie(n) Aktuelles

Das Heu ist trocken eingefahren, jetzt darf es gerne regnen!

In Gunstlagen wird in den nächsten zwei Wochen die Wintergerste gedroschen werden. Der Weizen fängt vereinzelt an, unter den hohen Temperaturen und der Trockenheit zu leiden. Die Sommergetreide präsentieren sich bislang recht gut, sie haben von den Niederschlägen im Mai profitiert!

Der Mais ist in aller Regel gut aufgegangen, trotz der zum Teil sehr trockenen Boden-verhältnisse bei Einarbeitung von Zwischenfrüchten bzw. der vorausgehenden Bodenbearbeitung. Hier fallen die flachgründigeren Standorte ins Auge, wo der Mais wegen mangelndem Bodenschluss sehr ungleichmäßig aufgelaufen ist. Dies wird sich mit einsetzenden Niederschlägen aber „zurechtwachsen“. In den südhessichen Gunstlagen sind die Temperatursummen von 300°C erreicht. Damit setzt der Zuflug des Maiszünslers ein. Zur Bekämpfung des Maiszünslers sollten bevorzugt Trichogramma Schlupfwespen zum Einsatz kommen.

Witterungsbedingt rechnen wir auf Weizenflächen, die eine Qualitätsdüngung erhalten haben mit höheren Nachernte Nmin Werten. Bedingt durch die Trockenheit wird der Weizen den Stickstoff nicht komplett aufnehmen und umlagern können. Ein nachfolgender Zwischenfruchtanbau konserviert die N-Reste im Aufwuchs.

Auch die Stoppelbearbeitung hat einen großen Einfluss auf die N-Mengen nach der Ernte.

Hohe Bodentemperaturen in Verbindung mit Durchlüftung und Wiederbefeuchtung des Bodens regen die mikrobielle Aktivität im Bodenstark an.

Deshalb gilt für die Stoppelbearbeitung: So wenig und flach wie möglich!

Der Einsatz von einem Striegel kann eine echte Alternative zum Grubber oder zur Scheibenegge zur ersten Bodenbearbeitung nach der Ernte sein. Der Striegel verteilt Stroh und Strohreste. Unkrautsamen und Ausfallgetreide bleiben an der Oberfläche, wo sie rasch auflaufen können. Auch arbeitswirtschaftlich ist der Striegel interessant – größere Arbeitsbreiten, weniger Kraftstoffverbrauch und höhere Flächenleistung sprechen dafür!

„Farbe ins Feld“ und „Blühende Bergstraße“

Mit Unterstützung von 28 Landwirten und 19 Kommunen, sowie der entega ag konnten in drei Landkreisen auf mehr als 10 ha Blühstreifen zur Erhöhung der Biodiversität und zum Schutz vor Erosion angelegt werden. Mitmachen lohnt sich!

Blühstreifen am Maisfeld

Blühstreifen am Maisfeld

Phacelia & Borretsch

Phacelia & Borretsch

Ringelblume

Ringelblume

Wenn Sie Ertragserfassung mittels der mobilen Achslastwaage wünschen sprechen Sie uns rechtzeitig an.

Für die Ernte 2017 wünschen wir gute Erträge, stabiles Wetter und reibungslose Abläufe!

 

Farmer meets Consumer

Geschrieben am 19.06.2017 | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

Am 24. Juni in Nieder-Klingen

Herzliche Einladung für alle zu: Broadwashed