Grundwasserschonende Bodenbearbeitung nach Raps

Geschrieben am 18.07.2014 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Der Anbau von Raps ist dem Wasserschutz Freud und Leid zugleich. Nach der Saat sind die  Herbst-Nmin-Werte meist sehr niedrig, nach der Ernte allerdings oft zu hoch. Ursache sind die vielen Erntereste mit hohem Mineralisierungspotenzial die auf dem Feld verbleiben in Verbindung mit zu häufiger Bodenbearbeitung. Wächst aber danach der Ausfallraps wie eine Zwischenfrucht auf und wird er nicht zu früh eingearbeitet, dann kann der Stickstoff konserviert und von der Folgefrucht genutzt werden.

Weitere Informationen im Erntebrief Raps – Download hier: grundwasserschonende Bodenbearbeitung nach Raps

 

Informationen aus der Landwirtschaft für die Landwirtschaft Juli 2014

Geschrieben am 01.07.2014 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Wildschäden melden – aber richtig!

Ein Ärgernis für Jäger und Landwirte gleichermaßen sind Wildschäden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Um leidvolle Auseinandersetzungen zwischen Jägern, Jagdgenossenschaften und Landwirten zu vermeiden ist es wichtig zu kooperieren und im Schadensfall die richtigen Schritte zu unternehmen.

Die rechtliche Grundlage zur Regelung von Wildschäden ist das Bundesjagdgesetz
und das Hessische Jagdgesetz. Grundsätzlich sind die Jagdgenossenschaft gegenüber
dem Geschädigten (Eigentümer oder Landnutzer) Grundstückseigentümer zum Wildschadensersatz verpflichtet. Allerdings wird diese Ersatzpflicht in aller Regel im Jagdpachtvertrag an den Jagdpächter übertragen. Dieser haftet dann unabhängig davon, ob ihn ein Verschulden an dem Schaden vorliegt.

Ein Wildschaden ist innerhalb einer Woche ab Bekanntwerden der zuständigen Gemeinde schriftlich zu melden. Eine telefonische Meldung bei der Gemeinde reicht nicht aus!
Wird diese Fristen nicht eingehalten, erlischt der Schadenersatzanspruch.

In der Praxis werden die allermeisten Wildschadensfälle im Wege einer gütlichen Einigung zwischen Jagdpächter und Geschädigtem geregelt. Der Jagdpächter hat den vollen Schaden und entgangenen Gewinn zu ersetzen. Er kann hier zwischen Naturalersatz oder Geldersatz wählen. Finden beide Parteien eine einvernehmliche Lösung, hat es damit sein Bewenden. Kommt es zu keiner gütlichen Einigung muss die Gemeinde einen Ortstermin ansetzen, um auf eine gütliche Einigung hinzuwirken. Erst wenn dieser Termin ohne Erfolg bleibt wird ein Wildschadensschätzer bestellt. Auf dieser Grundlage erlässt die Gemeinde einen schriftlichen Bescheid, der Art und Umfang des Schadens enthält und die Kosten für das Verfahren regelt.

Um Streit und Ärger zu vermeiden geht der Apell an Landwirte und Jäger, im Vorwege alle erdenklichen Maßnahmen zu ergreifen, um Wildschäden zu minimieren und im Gespräch zu bleiben. Auskünfte zur Schadensreglung erhalten Sie jederzeit bei Ihrer Gemeindeverwaltung, den Jagdgenossenschaften und Jagdpächtern.

 

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