Termine August/September 2014

Geschrieben am 19.08.2014 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein, Termine

Dienstag, 19. August, 19.30 Uhr, Sitzungssaal im Bürgerzentrum Groß-Bieberau, Marktstr. 39 – Anfahrt:  (google-map)

Informationsveranstaltung Wasserschutz mit HALM und Greening - Programm: 2014_Info_HALM_Greening

 

Donnerstag, 11. September, 17.00 Uhr, Haxenmühle und Schöllkopf, Groß-Umstadt – Anfahrt: (google-map)

Neue Kulturen für den Wasserschutz – Feldrundgang (Sojabohnen, Tafeltrauben) – Programm: 2014_Einladung_Feldrundgang im Wasserschutzgebiet

 

Veranstaltungshinweis: Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen lädt am Freitag, 12. September, 9.30 Uhr,

in Groß-Gerau und Trebur zum Feldtag Sojaanbau in Hessen. Weitere Infos: LLHSoja Feldtag_12-09-14l

Informationen aus der Landwirtschaft für die Landwirtschaft August 2014

Geschrieben am 01.08.2014 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Die Getreideernte 2014 kommt bald zum Abschluss, bislang wurden die Erntearbeiten immer wieder durch Niederschläge unterbrochen.

Gülle und Mist darf auf den geräumten Flächen nur zu Feldgras, Winterraps, (Wintergerste), Zwischenfrüchten oder zur Strohdüngung ausgebracht werden. Hier sind die gesetzlichen Vorgaben der Düngeverordnung zu beachten. Die Gülle muss auf Ackerflächen nach der Ausbringung eingearbeitet werden um Emissionen zu vermeiden und darf nur in einer Höhe von 40 kg Ammonium-N/ha bzw. max. 80 kg Gesamt-N/ha ausgebracht werden. Eine Gülleanalyse gibt hier hinreichend Information über die zulässigen Mengen.

Wenn nach der Getreideernte das Stroh auf der Fläche verbleibt, müssen optimale Voraussetzungen für die Strohrotte geschaffen werden, um die nachfolgende Herbstsaat nicht zu behindern. Auf eine sorgfältige Zerkleinerung vom Häckselgut, eine angepasste Schnitthöhe und die gleichmäßige Verteilung und Einarbeitung auf der Fläche ist unbedingt zu achten.

Wo nachfolgend Sommergetreide, Mais, Kartoffeln oder Rüben geplant sind, sollte der Anbau einer Zwischenfrucht selbstverständlich sein. Zwischenfrüchte werden nach der Ernte angebaut und bleiben bis zur Aussaat der nachfolgenden Kultur im nächsten Frühjahr auf der Fläche. Die Auswahl der Zwischenfrüchte ist vielfältig, neben Reinsaaten wie Senf oder Phacelia werden zunehmend blühende Gemengesaaten ausgesät. Zwischenfrüchte minimieren die Verlagerung von Nitratstickstoff ins Grundwasser, fördern das Bodengefüge und verhindern Bodenerosion. Damit werden Grund-und Oberflächengewässer nachhaltig geschützt.
Ein üppiger Zwischenfruchtbestand unterdrückt Unkräuter und Bienen finden in den blühenden Beständen noch eine späte Bienenweide und der Spaziergänger – der findet eine Augenweide.
Bei Fragen steht Ihnen das AGGL Team gerne zur Verfügung 06162-9604-0.

Grundwasserschonende Bodenbearbeitung nach Raps

Geschrieben am 18.07.2014 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Der Anbau von Raps ist dem Wasserschutz Freud und Leid zugleich. Nach der Saat sind die  Herbst-Nmin-Werte meist sehr niedrig, nach der Ernte allerdings oft zu hoch. Ursache sind die vielen Erntereste mit hohem Mineralisierungspotenzial die auf dem Feld verbleiben in Verbindung mit zu häufiger Bodenbearbeitung. Wächst aber danach der Ausfallraps wie eine Zwischenfrucht auf und wird er nicht zu früh eingearbeitet, dann kann der Stickstoff konserviert und von der Folgefrucht genutzt werden.

Weitere Informationen im Erntebrief Raps – Download hier: grundwasserschonende Bodenbearbeitung nach Raps

 

Informationen aus der Landwirtschaft für die Landwirtschaft Juli 2014

Geschrieben am 01.07.2014 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Wildschäden melden – aber richtig!

Ein Ärgernis für Jäger und Landwirte gleichermaßen sind Wildschäden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Um leidvolle Auseinandersetzungen zwischen Jägern, Jagdgenossenschaften und Landwirten zu vermeiden ist es wichtig zu kooperieren und im Schadensfall die richtigen Schritte zu unternehmen.

Die rechtliche Grundlage zur Regelung von Wildschäden ist das Bundesjagdgesetz
und das Hessische Jagdgesetz. Grundsätzlich sind die Jagdgenossenschaft gegenüber
dem Geschädigten (Eigentümer oder Landnutzer) Grundstückseigentümer zum Wildschadensersatz verpflichtet. Allerdings wird diese Ersatzpflicht in aller Regel im Jagdpachtvertrag an den Jagdpächter übertragen. Dieser haftet dann unabhängig davon, ob ihn ein Verschulden an dem Schaden vorliegt.

Ein Wildschaden ist innerhalb einer Woche ab Bekanntwerden der zuständigen Gemeinde schriftlich zu melden. Eine telefonische Meldung bei der Gemeinde reicht nicht aus!
Wird diese Fristen nicht eingehalten, erlischt der Schadenersatzanspruch.

In der Praxis werden die allermeisten Wildschadensfälle im Wege einer gütlichen Einigung zwischen Jagdpächter und Geschädigtem geregelt. Der Jagdpächter hat den vollen Schaden und entgangenen Gewinn zu ersetzen. Er kann hier zwischen Naturalersatz oder Geldersatz wählen. Finden beide Parteien eine einvernehmliche Lösung, hat es damit sein Bewenden. Kommt es zu keiner gütlichen Einigung muss die Gemeinde einen Ortstermin ansetzen, um auf eine gütliche Einigung hinzuwirken. Erst wenn dieser Termin ohne Erfolg bleibt wird ein Wildschadensschätzer bestellt. Auf dieser Grundlage erlässt die Gemeinde einen schriftlichen Bescheid, der Art und Umfang des Schadens enthält und die Kosten für das Verfahren regelt.

Um Streit und Ärger zu vermeiden geht der Apell an Landwirte und Jäger, im Vorwege alle erdenklichen Maßnahmen zu ergreifen, um Wildschäden zu minimieren und im Gespräch zu bleiben. Auskünfte zur Schadensreglung erhalten Sie jederzeit bei Ihrer Gemeindeverwaltung, den Jagdgenossenschaften und Jagdpächtern.

 

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