Ergebnisse Bodenproben und Düngungsempfehlung für Wintergetreide und Raps

Geschrieben am 12.03.2015 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein, Beiträge

Ergiebige Niederschläge in Herbst und Winter sorgen für geringe N-Vorräte in den Böden

Auch der Winter 2014/15 war recht mild mit wenigen Frosttagen. Die Wintergetreidebestände präsentieren sich im Allgemeinen gut entwickelt und ohne Auswinterungsschäden. Allerdings gibt es gebietsweise erhebliche Fraßschäden durch eine enorme Mäusepopulation. Die vielerorts vorhandenen Gelbfärbungen bei Wintergerste auf Grund von Verdichtungen und Strukturschäden bei nasser Ernte etc. sind zurückgegangen. Weizen befindet sich je nach Aussattermin im 2-3-Blattstadium (nach Z.Rüben) oder er kann auch schon 3 Triebe /Pflanze aufweisen (z.B. nach Kartoffeln , Raps oder Mais)

Die ergiebigen Niederschläge in den Wintermonaten haben dazu geführt, dass ein großer Teil der leichtlöslichen Nährstoffe in tiefere Bodenschichten verlagert wurden. Die Böden sind auch in diesem Frühjahr weitgehend leer. Über 50 % der bislang beprobten Wintergetreideflächen enthalten weniger als 30 kg Nmin-N in 0-90 cm Tiefe.

Mehr Infos und Übersichtstabellen? Bitte diese pdf öffnen: Düngeempfehlungen W_Getreide_Raps_2015

 

Informationsveranstaltungen Pflanzenbau

Geschrieben am 11.02.2015 | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

In Zusammenarbeit mit dem LLH laden wir Sie herzlich zu  Informationsveranstaltungen ein:

Donnerstag, den 19. Februar von 10.00–12.00 Milchhof Roßdorf

(Fam. Dörr)

Donnerstag, den 05. März von 9.30–11.30 Neuwiesenhofpavillon“

(Otzberg/Lengfeld)

  • Allgemeine pflanzenbauliche Situation
  • Hinweise zum Pflanzenschutz
  • Aktuelle Nmin-Ergebnisse sowie Ergebnisse aus Pflanzenanalysen (Raps) und Düngeempfehlungen für die Region
  • Sonstiges

Bedingt durch den einen prall gefüllten Terminkalender, können wir in diesem Jahr leider keine Infoveranstaltung in Groß-Bieberau durchführen.

Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Terminplanung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr AGGL-Team – Dr. Angela Homm-Belzer, Mathias Bahr, Silke Reimund

 

Informationen aus der Landwirtschaft und für die Landwirtschaft

Geschrieben am 01.02.2015 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Ende der Kernsperrfrist und Novellierung der Düngeverordnung

Am 1. Februar endet die Kernsperrfrist.

Jetzt dürfen flüssige organische Dünger wie Gülle, Jauche oder Gärreste aus Biogasanlagen wieder auf die Felder ausgebracht werden, sofern die Böden aufnahmefähig und befahrbar sind!

Eine angepasste Güllegabe ist keine Umweltgefährdung.

Die Gülle verbindet sich mit den Bodenteilchen und mineralisiert mit zunehmender Temperatur zu wertvollem Dünger, so können die Betriebe Mineraldünger einsparen und damit das Grundwasser schonen.

Raps muss bei entsprechender Witterung im Februar gedüngt werden. Waren die Pflanzen vor Winter allerdings gut entwickelt, kann die Startgabe deutlich reduziert werden. Hierzu ermittelt die AGGL jedes Jahr im Herbst durch Pflanzenschnitte und Analysen die N-Aufnahme von Rapsschlägen vor Winter.

Der milde Herbst hat das Wachstum der Rapspflanzen begünstigt. Allerdings haben Schnecken zum Teil verheerende Schäden angerichtet.

Die Bodenproben die im Februar und März auf ausgewählten Flächen für die SBA (Stickstoff-Bedarfs-Analyse) gezogen werden geben weitere detailliertere Hinweise auf die Nährstoffversorgung der Böden und sind Grundlage für die Düngeempfehlung!

Zurzeit wird an der Novellierung der Düngeverordnung gearbeitet, wesentliche Eckpunkte einer neuen Düngeverordnung sollen sein

  • eine bundesweit einheitliche und verbindliche Düngebedarfsermittlung
  • die Verlängerung von Sperrfristen im Herbst und Winter, sowie eine Sperrfrist für Festmist
  • die Erhöhung der Lagerkapazitäten für Wirtschaftsdünger
  • eine Verbesserung der Ausbringungstechnik, insbesondere in Hinblick auf Emission
  • präzisere Vorgaben zum Nährstoffvergleich und eine Reduzierung des zulässigen Stickstoffsaldo

Feldrundgang Greening-taugliche Zwischenfrüchte

Geschrieben am 16.01.2015 | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

In Zusammenarbeit mit dem LLH laden wir Sie herzlich zum ersten Feldrundgang im Reinheimer Hügelland am Freitag, 23. Januar von 10.30-12.00 Uhr nach Roßdorf ein:

Greening-taugliche Zwischenfruchtbestände zum Erosions- und Wasserschutz (Bestandsentwicklung, Nährstoffaufnahmen, Einarbeitung)

Treffpunkt: Beginn um 10.30 Uhr an der „Alten Dieburger Straße“ hinter der Zahlwaldhalle, Ende um 12.00 Uhr am Rosenhof Rück / Fasanenhof Ewald

Informationen aus der Landwirtschaft und für die Landwirtschaft

Geschrieben am 05.01.2015 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Während Traktoren und Maschinen winterfest in den Hallen stehen ist die Zeit günstig, um sich um die vielfältigen Dokumentationsverpflichtungen und intensiver um den Stall zu kümmern. Die Wintermonate wollen für Planung, Dokumentation und Stall genutzt werden.

 

In der Milchviehhaltung und Bullenmast ist die Maissilage ein sicherer Energielieferant. Sofern noch nicht geschehen, sollte jetzt die Sortenwahl für die diesjährige Aussaat erfolgen. Für Milcherzeuger ist neben einem hohen Stärkegehalt besonders die Restpflanzenverdaulichkeit von Bedeutung. Grassilagen weisen oftmals große Qualitätsunterschiede auf, neben dem optimalen Schnittzeitpunkt stecken erhebliche Reserven in der Grünlandbewirtschaftung. Überprüfen Sie Ihre Fütterung auf Rentabilität und Nachhaltigkeit!

 

Betriebe, die sich für die ganzjährige Weidehaltung von Rindern, Schafen oder Pferden entscheiden stoßen mit dieser Haltungsform häufig auf Kritik. Zu Unrecht, sofern nachfolgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Trittschäden und Zerstörung der Grasnarbe unbedingt vermeiden
  • tägliche Kontrolle der Tiere
  • Zufütterung mit Rauhfutter
  • sichere Wasserversorgung
  • ein Witterungsschutz gegen Wind und Nässe mit weichem, trockenem

Liegeplatz

Grundsätzlich trägt Kälte eher zum Wohlbefinden der Tiere bei als Hitze. Unsere heimischen Tierarten haben ein ausgezeichnetes Temperaturregulationsvermögen.

 

Darüber hinaus eignen sich die Wintermonate, um Planungen und Dokumentationen für den landwirtschaftlichen Betrieb vorzunehmen. Diese Arbeiten sind aufgrund der umfangreichen Dokumentationsverpflichtungen sehr zeitintensiv. Bis zum 31. März muss auf den Höfen der betriebliche Nährstoffvergleich vorliegen. Dieser Nährstoffvergleich stellt Nährstoffzufuhr und Nährstoffabfuhr auf den Flächen gegenüber. Damit wird die Effizienz der eingesetzten Düngemitteln überprüft – Grenzwerte sind einzuhalten. Gute fachliche Praxis und Cross Compliance relevant sind auch Schlagdokumentationen. Neben der angebauten Kultur sind Düngung und Pflanzenschutz unter Angabe des Termins und der Indikation zu dokumentieren. Wer betriebsfremde Wirtschaftsdünger, Komposte oder Gärreste auf den Flächen ausbringt muss auf eine aktuelle Nährstoffanaylse der abgebenden Betriebe achten. Von Flächen > 1 ha muss alle sechs Jahre eine Grundnährstoffanalyse erfolgen. Im Stall sind HIT Listen und eine Medikamentenbuch zu führen. Eine Reduzierung der Dokumentationsverpflichtungen ist nicht zu erwarten. Sollten sie Unterstützung benötigen, setzen Sie sich gerne mit den Beraterinnen und Beratern der AGGL in Verbindung.

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