Feldrundgänge zum Rapsanbau am 4. Oktober

Geschrieben am 27.09.2016 | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

Die nächste Rapsernte durch einen optimalen Bestand im Herbst sichern

Zu den nächsten Feldbegehungen im Reinheimer Hügelland laden wir Sie in Zusammenarbeit mit dem LLH herzlich ein:

 Dienstag, 04. Oktober

 9.30 Uhr           Freizeitgelände Sterbach, Mischbornquelle (Mosbach)

11.15 Uhr         RWZ-Lengfeld

13:30 Uhr         Maschinenhalle Volz (Groß-Bieberau an der B 38)

15:00 Uhr         Roßdorf, Zufahrt Lindenhof (Familie Reimann)

 

  • Raps: Bestandsführung und Pflanzenschutz
  • Wintergetreide: Infos zur anstehenden Weizenaussaat

Bitte beachten Sie, dass wir aus terminlichen Gründen keine gesonderte Feldbegehungen im Bereich Ober-Ramstadt, Klein-Umstadt/Kleestadt oder Zimmern anbieten können. Bitte nehmen Sie die Termine in den angrenzenden Gebieten wahr.

Besonders möchten wir Sie auf die Begehung in Roßdorf hinweisen, da hier ein Vergleich des Rapsanbaus nach verschiedenen Vorfrüchten stattfindet.

HALM und Greening

Geschrieben am 22.09.2016 | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

Informations-/Sprechtag am 29. September 2016 bei der AGGL

Aus aktuellem Anlass laden wir Sie am 29. September 2016 von 10:00-12:00 Uhr in die Räume der AGGL Bismarckstr. 22 in Lengfeld ein.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, Fachgebiet Landschaftspflege und Ländlicher Raum statt. Dabei besteht die Möglichkeit sich nochmals genau über die bestehenden Rahmenbedingungen für HALM und Greening zu informieren und gezielt Fragen zu Ihrem Antrag mit den zuständigen Ansprechpartnern vom Landkreis zu erörtern.

Häufige Knackpunkte sind:

  • Änderungen der Greening- und/oder HALM Flächen wegen veränderter Anbauplanung
  • unklare Gebietskulissen, die wesentlich für bestimmte Förderungen sind
  • Möglichkeiten zur Übertragung oder Verringerung von HALM

Für HALM besteht die Möglichkeit zum 1. Oktober einen Neuantrag über die gesamte Ackerfläche ihres Betriebes zu stellen.

Änderungen von Greening-Flächen können ebenfalls vorgenommen werden.

Dabei bedarf es einer Genehmigung der zuständigen Landwirtschaftsbehörde. Notwendige Unterlagen zur Dokumentation bzw. Beratungsscheine für HALM Zwischenfruchtanbau erhalten Sie von der AGGL.

Bitte nutzen Sie diesen Termin, um Fehler und “Überraschungen” bei den Zuwendungsbescheiden zu vermeiden.

Aus Gründen der Organisation bitten wir um eine formlose Anmeldung.

Maisernte 2016 – was kommt danach?

Geschrieben am 15.09.2016 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein, Beiträge

Für die Konservierung von verbliebenen Nährstoffen ist das Nacherntemanagement bei Mais von größter Bedeutung.

Bei den hohen Niederschlägen im Frühsommer hatte die Regenverdaulichkeit der Böden in diesem Jahr maßgeblichen Einfluss auf Bestandsentwicklung und Maisertrag. Auf Grund der guten Wasserversorgung haben die Pflanzen vorwiegend flache Wurzeln entwickelt, so dass mit der Hitze und Trockenheit der letzten Wochen eine rasante Abreife eingesetzt hat. Hitze und Trockenheit führen aber auch dazu, dass nach der (Silo-/Energie-)Maisernte mit einer erheblichen N-Freisetzung nach Wiederbefeuchtung der Böden zu rechnen ist.

Um die Nährstoffverluste so gering wie möglich zuhalten gibt es im Rahmen der Fruchtfolge einige Möglichkeiten:

Wird Wintergetreide nach Mais angebaut, sollte erst kurz vor der Aussaat eine Bodenbearbeitung durchgeführt werden. „So flach wie möglich, so tief wie nötig“, damit die Mineralisierung nicht noch weiter vorangetrieben wird.

Wintergerste ist die beste Getreideart nach Mais, da sie aufgrund des besseren Stoffwechsels noch in der Lage ist, Rest-N vom Mais zu verwerten.

Wenn Winterweizen nachgebaut wird…

kann bei später WW Aussaat Ende Oktober/Anfang November zumindest im Reinheimer Hügelland bis in die zweite Septemberdekade hinein noch Senf oder Futterraps gesät werden. Keine Düngung der Zwischenfrucht!

Ist eine WW Aussaat bis Mitte Oktober geplant, sollte jegliche Bodenbearbeitung erst unmittelbar vor der Aussaat erfolgen. Bodenbearbeitung im Herbst führt zu Mineralisation!

Wenn Sommerungen oder Mais nachgebaut werden ….

lohnt sich bei einem frühen Erntetermin der Anbau einer Zwischen- oder Zweitfrucht. Neben Senf oder Futterraps kann auch Grünroggen bei entsprechender Witterung einen bodendeckenden Bestand bilden und hat den Vorteil, dass er im folgenden Frühjahr ggf. zur Fütterung genutzt werden kann.

Nach Mais ist eine Düngung der Zwischenfrucht oder des Grünroggens nicht erforderlich, da ausreichend pflanzenverfügbarer Stickstoff im Boden vorhanden ist!

Grundsätzlich werden Gülle oder Gärsubstrat im Herbst allerdings am besten von Zwischenfrüchten verwertet. Zu Zwischenfrüchten, die zur Saat keine organische Düngung erhalten haben, kann in Gunstlagen in diesem Monat durchaus noch mit Gülle oder Gärsubstrat gedüngt werden, sofern die Ausbringungstechnik und die Witterung passen. Bitte beachten Sie dabei unbedingt die Vorgaben der Düngeverordnung:

Keine Gülle-Entsorgung auf die Zwischenfrucht!

Keine Gülle-Entsorgung auf die Zwischenfrucht!

Für Gülle oder Gärsubstrat gelten die N-Obergrenzen von 40 kg NH4-N bzw. 80 kg Gesamt-N/ha (nur einmalige Gabe zur ZF!) – und dies nur, wenn ein Nährstoffbedarf besteht!

In den WSG-Kooperationsverträgen oder –Verordnungen können weitergehende Regelungen vorgeschrieben sein!

Zünslerbekämpfung nicht vergessen!

Sorgfältiges und tiefes Mulchen der Maisstoppel und Erntereste bei Körnermais leisten einen wichtigen Beitrag zur Zünslerbekämpfung! Die Zünslerlarven überwintern im Wurzelbereich bzw. unteren Stängelabschnitt. Runtergefahrene Stoppelreihen lassen sich zwar nur schwer mit erfassen, aber trotzdem darf auf das Mulchen nicht verzichtet werden, um den Befallsdruck zu reduzieren.

Gülleablage im Zwischenfruchtbestand

Gülleablage im Zwischenfruchtbestand

Gülleausbringung in die Zwischenfrucht mit Schleppschläuchen

Gülleausbringung in die Zwischenfrucht mit Schleppschläuchen

Wie im letzten Rundbrief möchten wir noch einmal in Sachen organische Düngung zu Zwischenfrüchten darauf hinweisen:

  • Um gasförmige N-Verluste zu vermeiden, muss die Witterung bei der Ausbringung stimmen. Keine Gülle oder Gärsubstrat bei der jetzt vorherrschenden Hitze, es sei denn, dass geschlitzt wird. Fahren Sie nur bei sicherem Wetterbericht. Nachfolgender Regen ist unabdingbar, damit das Substrat in die obere Bodenschicht gelangt.
  • Achten Sie darauf, dass der Pflanzenbestand genug Assimilationsfläche hat, damit er weiterwachsen kann. Der Bestand sollte > 15 cm Höhe aufweisen.
  • Berücksichtigen Sie die verbleibende Vegetationszeit. Ein gut entwickelter Senfbestand (ab 4. Laubblatt) kann im September noch deutlich über 1 kg N/ha und Tag aufnehmen und verwerten. Im Oktober wird es aufgrund der geringeren Tageslänge weniger. Im Reinheimer Hügelland können wir noch von mindestens 45 Tagen Vegetationszeit ausgehen, in den Höhenlagen sind es deutlich weniger Tage.
  • Für Gülle oder Gärsubstrat gelten die N-Obergrenzen von 40 kg NH4-N bzw. 80 kg Gesamt-N/ha (nur einmalige Gabe zur ZF!).
  • Greening-Zwischenfruchtmischungen dürfen nicht mit Klärschlamm oder Mineraldüngern gedüngt werden. Lediglich die Verwertung von Wirtschaftsdüngern ist erlaubt.

Bitte beachten Sie, dass Änderungen von Greening-Flächen vom jeweiligen Landwirtschaftsamt genehmigt werden müssen. Sollten Sie jetzt andere Flächen mit Zwischenfrüchten bestellen oder bestellt haben als im Agrarantrag gekennzeichnet, dann setzen Sie sich unbedingt mit der jeweiligen Behörde in Verbindung. Eine gute Dokumentation ist sehr hilfreich!

Fragen? – Bitte sprechen Sie uns an!

Ermittlung Mais-Trockensubstanz

Geschrieben am 08.09.2016 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Am 7. September wurden von vier Schlägen Maispflanzen zur Ermittlung der Trockensubstanz entnommen, wobei Kolben und restpflanze getrennt untersucht wurden.

Insgesamt präsentieren sich die Maisbestände recht heterogen. Auf Grund der hohen Niederschläge im Mai und Juni haben die Pflanzen weniger Wurzeln gebildet, insbesondere auch auf (Teil)Flächen mit Bodenverdichtungen. Hier kann die Abreife, vor allem auf leichten Standorten, bei den jetzt herrschenden hohen Temperaturen sehr zügig verlaufen.

Die Tabelle mit den Ergebnissen als pdf:  mais2016

 

 

Informationen aus der Landwirtschaft

Geschrieben am 05.09.2016 | Kategorie(n) Aktuelles, Beiträge

Bilderbuch-Spätsommer ermöglicht Landwirten Pflegemaßnahmen im Grünland

Bevorstehende Silomaisernte im Fokus der Anbauer

Durch das warme Spätsommerwetter besteht nun für viele Grünlandbetriebe die Möglichkeit einen weiteren Silageschnitt zu machen. Im Anschluss an diesen kann auch die Grünlandpflege unter optimalen Bedingungen durchgeführt werden.

Eine dichte Grünlandnarbe trägt maßgeblich dazu bei, die Leistungsfähigkeit und Produktivität des Standortes zu erhalten. In lückigen Beständen können sich unerwünschte Pflanzenarten ansiedeln. Dazu gehören beispielsweise Gräser mit geringem Futterwertwert wie die Gemeine Rispe oder Unkräuter wie Ampfer, Brennsessel und Distel. Giftige Pflanzen wie das Jakobskreuzkraut können den geernteten Aufwuchs außerdem für die Fütterung unbrauchbar machen. Neben diesen Aspekten leistet ein dichter und leistungsfähiger Grünlandbestand einen Betrag zum Wasserschutz, da Düngergaben (nach vorheriger Bodenprobe) gut verwertet werden und Niederschläge ohne Erosion in den Boden aufgenommen werden.

Der optimale Termin für Pflegemaßnahmen und Nachsaaten im Grünland ist der Spätsommer, da dann die bereits vorhandenen Gräser weniger konkurrenzstark sind und jungen Keimlinge nicht so stark unterdrücken. Es wird empfohlen die Grünlandflächen zu striegeln, um die Narbe zu belüften und unerwünschte Gräser, wie Gemeine Rispe auszureißen. Im gleichen Arbeitsgang wird nun Saatgut, bevorzugt Deutsches Weidelgras in Mengen von 10-15kg/ha ausgebracht, um die geschaffenen Lücken zu schließen und ein hochwertiges Gras anstelle der Gemeinen Rispe zu etablieren. Bei stark lückiger Altnarbe kann die maschinelle Durchsaat mit einer Spezialmaschine und höheren Saatmengen notwendig sein. Neben der Nachsaat gehört im Weideland die Nachmahd zu den wichtigen Pflegemaßnahmen. Durch die Mahd werden bestehende Unkräuter am Aussamen gehindert und Weidereste beseitigt, um langfristig eine gute Qualität des Grünlandes sicherzustellen.

Unter aktuellen Bedingungen schreitet die Abreife beim Silomais zügig voran. Den optimale Trockensubstanz(TS)-Gehalt zum Silieren hat der Mais in der Teigreife mit 30 bis 35% TS, wenn das Korn noch und teigig-mehlig ist. Als Anhaltspunkt zur Bestimmung des Erntetermins kann das Prognoseprogramm MaisProg des Deutschen Maiskomitees genutzt werden.

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