Terminankündigungen Sachkundefortbildungen des LLH Griesheim

Geschrieben am 16.11.2015 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Im Pflanzenschutz sachkundige Personen sind nach § 9 (4) PflSchG verpflichtet, innerhalb eines Zeitraumes von 3 Jahren an einer amtlich anerkannten Fortbildungsveranstaltung teilzunehmen, spätestens bis zum 31. Dezember 2015.

Weitere Veranstaltungen folgen im Feb/März 2016. Für alle Veranstaltungen ist eine rechtzeitige Anmeldung erforderlich!!

Die Anmeldungen können über folgende Wege eingereicht werden:

Hotline Fortbildung Pflanzenschutz:

Tel.: +49 (0) 561 – 72 99 333 oder Tel.: +49 (0) 6411 – 92 89 702

Fax: +49 (0) 611 – 327 609 219

Email: pflanzenschutzsachkunde@llh.hessen.de

Internet: Online-Anmeldung

http://www.llh.hessen.de/veranstaltungen-und-seminare.html

(Bitte geben Sie dort Ihr Geburtsdatum und Geburtsort in dem Feld „Bemerkung” an)

 

Veranstaltungort Name des Veranstaltungsraums Termin Uhrzeit
 64756  Ober-Mossau Kirchstr.8 Pension zum RossR+CH. Kübler 25.11.2015 10:00 – 15:00
 64579 Gernsheim- Allmendfeld 

 Raiffeisenstr.1

Bürgerhaus 02.12.2015 10:00 -15:00
 64832 Langstadt Kleestädter Str. Ochsenstadl 10.12.2015 10:00 – 15:00
 64579 Gernsheim Georg Schäfer Platz 1 Stadthalle 29.01.2016 9:30 – 15:00

Informationen aus der Landwirtschaft – Oktober

Geschrieben am 03.11.2015 | Kategorie(n) Aktuelles

Seit drei Jahren wird auf Flächen in der Region Starkenburg heimisches Soja angebaut – regional und GVO frei. Seit 2013 hat der Anbauumfang stetig zugenommen. Das von der EU geforderte Greening und ein Länderprogramm (HALM) fordern und fördern den Anbau von heimischen Eiweißpflanzen.

Auf überregionalen Feldtagen, im Sojanetzwerk und im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen haben die Sojabauern in den vergangenen drei Jahren ihre Erfahrungen und ihr Wissen in puncto Sojaanbau ständig erweitert. Neben klassischen ackerbaulichen Themen wie Bodenbearbeitung, Sortenwahl, Saattechnik und Bestandsführung waren vor allem die Bereiche Vermarktung, Aufbereitung und Veredlung von großem Interesse. 2015 war das bislang schlechteste Anbaujahr für die heimischen Sojapioniere!

Das viel zu trockene Frühjahr hat dazu geführt, dass die Sojabohnen untätig im Boden lagen. Wassermangel hatte das Keimen und Auflaufen stark verzögert. Nachdem dann endlich die ersten Keimblätter die Krume durchwachsen hatten, kamen Krähen und Tauben.

Im Ein-bis Zweiblattstadium ist die Sojabohne eine Delikatesse für die Vögel. Diese laufen die Saatreihen entlang und picken den Spross dicht am Boden ab- ein Wiederaustrieb erfolgt nicht. Die vom Fraß geschädigte Pflanze erholt sich nicht und so entstanden große Lücken (bis hin zum Totalausfall der ganzen Fläche!). In den durch Vogelfraß entstandenen Lücken gedeihen unerwünschte Unkräuter – vor allem Melde und weißer Gänsefuß. Mancherorts waren die Unkräuter die Hauptbestandsbildner! Entsprechend gering sind die diesjährigen Ernteerträge bei den Sojabohnen ausgefallen. Für den enormen Besatz mit Unkraut gab es beim Landhandel und in den Mühlen zudem noch Preisabzüge. Alles in allem ein sehr unbefriedigendes Jahr für den Sojaanbau in unserer Region! Und dennoch wollen die meisten Landwirte der Bohne eine Chance geben und werden auch im nächsten Jahr wieder Sojabohnen bauen – regional und ohne Gentechnik.

In Deutschland werden ausschließlich GVO freie Sojabohnen angebaut und der Einsatz von Glyphosat ist in Sojabohnen (auch im konventionellen Anbau!!) nicht erlaubt. Einige Mühlen und Futtermischwerke haben sich darauf spezialisiert und verarbeiten ausschließlich regional erzeugte Sojabohnen.

Bestimmung der N-Aufnahme von Raps – Einsatz von N-Sensor

Geschrieben am 14.10.2015 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Schon im Herbst werden die Grundsteine für die Frühjahresdüngung von Winterraps gelegt. Um eine bedarfsgerechte Versorgung mit Stickstoff zu gewährleisten, sollte die Düngung abhängig von der im Herbst gebildeten Biomasse erfolgen. Dazu entnehmen wir schon seit einigen Jahren Rapsschnitte. Zusätzlich planen wir in diesem Jahr das Scannen von Rapsbeständen im Herbst mit einem N-Sensor, um so flächenhaft den aufgenommenen Stickstoff zu bestimmen. Je höher die N-Aufnahme im Herbst, desto geringer kann die N-Düngung im Frühjahr sein.

  • Vermeidung von Überversorgung der Rapsbestände
  • Verbesserung der Stickstoffbilanzen
  • bedarfsgerechte Düngung bereits zur 1. N-Gabe, auch bei zurückgefrorenen Beständen
  • Förderung schwächer entwickelter Bestände durch gezielte N-Gaben

Wer Interesse an der Durchführung von Rapsschnitten in Kombination mit Scannen der Bestände haben, meldet uns bitte bis zum 20. Oktober zwei Rapsflächen von seinem Betrieb (Flächen im Maßnahmenraum Odenwald/Bergstraße!).

  • Es werden die folgenden Angaben benötigt:
  • Schlagbezeichnung
  • Beprobungsnummer bzw. FLIK
  • Vorfrucht
  • Rapssorte
  • Aussaattermin, Aussaatstärke
  • Angaben zur ggfs. erfolgten Herbstdüngung (was, wann, wieviel)

 

Wir geben Ihnen Bescheid, wann die Messungen erfolgen, damit Sie die Gelegenheit erhalten, bei der Aufnahme dabei zu sein.

Maisernte 2015 – was kommt danach?

Geschrieben am 08.09.2015 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Maßgeblich für die Höhe der Stickstoffdüngung ist der Ertrag. Im Entwurf zur neuen Düngeverordnung wird dieser Grundsatz verstärkt verfolgt, indem der durchschnittliche Ertrag der letzten drei Jahre für die Stickstoffdüngung zugrunde gelegt wird.

Dieser Grundsatz wird in unseren Düngeempfehlungen seit Jahren konsequent verfolgt.

 

Was aber ist zu tun, wenn der Ertrag ausbleibt?

Mais2015

Die Silomaisernte ist in diesem Jahr vielerorts bereits abgeschlossen. Durch das regenarme Frühjahr, Wassermangel in der Blüte und den trockenen Sommer mit Hitzerekorden fielen die Erträge deutlich geringer aus als in den vergangenen Jahren. Rekordfrischmasseerträge wie in den vergangenen Jahren wird es nicht geben.

Grundsätzlich kann der Mais von allen Ackerkulturen den aus dem Boden frei werdenden Stickstoff am besten verwerten. Den höchsten Stickstoffbedarf hat Mais zwischen Juli und August, diese spätere N Aufnahme passt sehr gut zur N-Mineralisation der Böden. Zusätzlich steht dem Mais durch regelmäßige Gülle – bzw. Gärrestgaben noch ein N-Nachlieferungspotenzial zur Verfügung, weshalb die N-Düngeempfehlung geringer ausfällt als die erwartete N-Abfuhr. Die diesjährigen geringen Ernteerträge bei einer Stickstoffdüngung auf Grundlage der sehr guten Erträge der letzten drei Jahre lassen hohe Reststickstoffgehalte nach der Maisernte erwarten. Um die Nährstoffverluste so gering wie möglich zuhalten gibt es im Rahmen der Fruchtfolge einige Möglichkeiten:

 

Wenn Winterweizen nachgebaut wird…
kann bei später WW Aussaat Ende Oktober/Anfang November in der ersten Septemberdekade noch Senf gesät werden. Eine Düngung der Zwischenfrucht ist nicht notwendig. Ist eine WW Aussaat bis Mitte Oktober geplant, sollte jegliche Bodenbearbeitung erst unmittelbar vor der Aussaat erfolgen. Bodenbearbeitung im Herbst führt zu Mineralisation.

Wenn Mais nachgebaut wird….
lohnt sich bei einem frühen Erntetermin der Anbau einer Zwischen- oder Zweitfrucht. Neben Senf kann auch Grünroggen bei entsprechender Witterung einen bodendeckenden Bestand bilden und hat den Vorteil, dass er im folgenden Frühjahr ggf. zur Fütterung genutzt werden kann.

Um geringe Restnitratgehalte zu erzielen und unser Grundwasser zu schützen ist es entscheidend, dass die N- Freisetzung verhindert, bzw. dass freigesetzter Stickstoff in oberirdischem Aufwuchs konserviert wird. Jede Bodenbearbeitung im Herbst führt zu Mineralisation, deshalb gilt für die nachfolgende Bodenbearbeitung: so wenig wie möglich und so viel wie nötig! Die Düngung einer Zwischenfrucht oder von Grünroggen ist nicht notwendig!

Die Zünslerbekämpfung nicht vergessen!  Das sorgfältige und tiefeMulchen der Maisstoppel und Erntereste bei Körnermais leistet einen wichtigen Beitrag zur Zünslerbekämpfung! Die Zünslerlarven überwintern im Wurzelbereich bzw. im unteren Stängelabschnitt. Durch das Mulchen wird das “Winterquatier” zerstört. Runtergefahrene Stoppelreihen lassen sich nur schwer mit dem Mulcher erfassen, aber trotzdem darf auf das Mulchen nicht verzichtet werden, um den Befallsdruck auf der Fläche und in der Region zu reduzieren.

Zwischenfrüchte – Saattechnik im Vergleich

Geschrieben am 04.09.2015 | Kategorie(n) Aktuelles, Beiträge

Maschinenvorführung am 14. August, Standorte Lützelbach und Mörlenbach und am 20. August in Lengfeld, Roßdorf und Modau.

Verfolgen Sie die Entwicklung der Bestände auf unserer Homepage!

Für weitere Informationen klicken Sie die nachfolgenden Buttons.

Übersicht Lützelbach und Mörlenbach

Übersicht Lengfeld, Roßdorf und Modau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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