Empfehlungen zur Rapsdüngung – Februar 2017

Geschrieben am 10.02.2017 | Kategorie(n) Aktuelles, Beiträge

Situation: Schwierige Aussaatbedingungen führen zu den heterogenen Rapsbeständen im Reinheimer Hügelland. Die im Herbst mit dem N-Sensor gescannten Rapsflächen im Reinheimer Hügelland bestätigen dies. Während in Ober-Ramstadt, Roßdorf und Richen vor Winter N-Aufnahmen von 70-90 kg N/ha gemessen, im Bereich Groß-Bieberau , Otzberg und Groß- Umstadt wurden N-Aufnahmen > 65 kg N/ha nur selten ermittelt.

Beispiel-Karte für N-Düngung nach Scan: Streukarte_Raps
Für einige Bestände stellt sich die Frage nach Umbruch. Eine Neuansaat rentiert sich meistens nur, wenn der potenzielle Rapsertrag weniger als 20-25 dt/ha beträgt.

Schwache Bestände mit

  • 4 Laubblättern und > 15 Pfl/qm
  • 7 Laubblättern und >12 Pfl/qm
  • 10 Laubblättern und >10 Pfl/qm

können durchaus ausreichende Erträge bringen.
Die im Herbst applizierten Herbizide schränken die Nachbaumöglichkeiten von Mais, Körnerleguminosen oder Sommergetreide weiter ein.
Nähere Informationen dazu entnehmen Sie bitte der Homepage vom LLH oder kontaktieren Sie Thomas Bickhardt oder Markus Jakob.

Grundsätzlich gilt für die Düngung: Eine realistische, nicht überzogene, an Standort und Bestand angepasste Ertragserwartung!

-       üppige Bestände (> 90 kg N vor Winter) zeitnah aber verhalten andüngen (nicht mehr als 60-70 kg N/ha, N1: N2 = 40 : 60).

-       mittlere Bestände (50 – 70 kg N vor Winter) zeitnah andüngen (nicht mehr als 80 kg N/ha, N1: N2 = 50 : 50).

-       schwache Bestände (30-40 kg N/ha vor Winter) brauchen frühe N betonte Düngung (N1: N2 = 60 : 40)., um ausreichend Pflanzenmasse = Photosynthesefläche bis zur Blüte zu entwickeln. Das gilt nur für Bestände, wo ausreichend Pflanzen vorhanden sind. Wenn die Pflanzendichte nicht gegeben ist, muss die N-Düngung reduziert werden.

-       Gülle und Gärrest können hervorragend von der Rapspflanze ausgenutzt werden, beste Voraussetzungen für eine hohe Nährstoffausnutzung sind neben optimaler Technik, niedrige Temperaturen, bedeckter Himmel und ausreichend Bodenfeuchte

-       Auswertungen von RAPOOL ergaben, dass bei reduzierter N-Düngung (150-180 kg N /ha) Stickstoffkosten eingespart und zudem höhere Ölzuschläge realisiert werden.

-       Schwefelversorgung zu Vegetationsbeginn ist wichtig (ca. 50 kg S/ha)

-       Raps stellt hohe Anforderungen an die Mikronährstoffversorgung Bor, Mangan und Molybdän können im Vegetationsverlauf sehr gut über eine Battdüngung erfolgen.

-       bei schwachen Beständen den Wachstumsreglereinsatz splitten, um die Seitentriebe zu fördern.

-       achten Sie darauf, dass die zweite N-Gabe rechtzeitig erfolgt.

-       der einmalige Einsatz eines stabiliserten N-Düngers mit dem die Gesamte N-Düngung auf einmal abgedeckt werden kann, hat sich ebenfalls bewährt. Aber auch hier ist die Vor-Winter-N-Aufnahme zu berücksichtigen.

Besprechung Rapsdüngung 2017 – Auswertung der Herbst-N-Aufnahmen

Geschrieben am 06.02.2017 | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

Im Herbst wurden mit dem N-Sensor Rapsfelder gescannt, um die N-Aufnahme zu bestimmen.

Die Besprechung der Ergebnisse und daraus resultierende pflanzenbauliche Maßnahmen erfolgt in kleinen Arbeitsgruppen

  • Mittwoch, 8. Februar 15.00-17.00 Uhr und
  • Montag , 13. Februar 15.00-17.00 Uhr,

im Besprechungsraum der AGGL (Bismarckstr. 22, Lengfeld).

Nach Absprache können auch Streukarten für teilflächenspezifische Düngung erstellt werde, sofern Ihr Düngerstreuer über einen Isobus-Anschluss verfügt.

Informationen aus der Landwirtschaft – Februar 2017

Geschrieben am | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Am 1. Februar endet bundesweit die Kernsperrfrist. Jetzt dürfen Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten und flüssige Wirtschaftsdünger wieder ausgebracht werden, sofern der Boden nicht überschwemmt, wassergesättigt oder tief gefroren ist. Vor allem im zeitigen Frühjahr ist auf eine ausreichende Schwefelversorgung der Pflanzen zu achten. Der in Wirtschaftsdüngern gebundene Schwefel ist für die Kulturpflanzen von geringer Bedeutung, weil er überwiegend organisch gebunden ist. Für die erste Stickstoff-Gabe empfehlen sich daher Düngemittel mit Schwefelanteile. Schwefel-Mangel zeigt sich bei Raps durch rotviolett verfärbte Blätter, bei Getreide und Grünland durch blassgrüne Aufhellungen der jüngeren Blätter. Ab 16. Februar können – sofern es die Bodenverhälntnisse zulassen-Zwischenfrüchte im Rahmen von Greening eingearbeitet werden. Anders als in den beiden Vorjahren haben die Temperaturen im Januar dazu beigetragen, dass die Bestände abgefroren sind. Ein schlechter Feldaufgang der Zwischenfrüchte aufgrund der Trockenheit hatte eine geringere Nährstofffixierung im Aufwuchs zur Folge, was bei der Düngung berücksichtigt werden muss.

Landwirte sind verpflichtet die Bodennährstoffgehalte vor der Ausbringung wesentlicher Nährstoffmengen zu ermitteln, um eine bedarfsgerechte Düngung zu gewährleisten. Für Phosphat ist die Bedarfsermittlung alle sechs Jahre mittels Bodenuntersuchung auf allen Schlägen ab ein Hektar durchzuführen. Für die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor ist jährlich der betriebliche Nährstoffvergleich zu erstellen. Dieser muss spätestens bis 31. März 2017 für das letzte abgeschlossene Wirtschaftsjahr 2015/16 vorliegen.

Informationen aus der Landwirtschaft

Geschrieben am 10.01.2017 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Während die Feldarbeiten abgeschlossen sind und Maschinen und Traktoren winterfest in den Hallen stehen, bleibt Zeit, um den umfangreichen Dokumentationsverpflichtungen auf den Höfen nachzukommen. Bis zum 31. März muss der betriebliche Nährstoffvergleich vorliegen. Dieser stellt Nährstoffzufuhr und Nährstoffabfuhr auf den Flächen gegenüber und hilft die Effizienz der eingesetzten Düngemitteln zu überprüfen – Grenzwerte sind einzuhalten! Für Ackerflächen sind neben der angebauten Kultur auch Düngung und Pflanzenschutz unter Angabe von Mittel, Aufwandmenge, Termin und der Indikation zu dokumentieren. Wer betriebsfremde Wirtschaftsdünger, Komposte oder Gärreste aufnimmt und auf seinen Flächen ausbringt, muss auf eine aktuelle Nährstoffanaylse der betriebsfremden Wirtschaftsdünger achten. Für Flächen > 1 ha muss alle sechs Jahre eine Grundnährstoffanalyse erfolgen. Diese Dokumentationsverpflichtungen sind Cross Compliance relevant.

In der letzten Dezemberwoche war das Team der AGGL in den Wasserschutzgebieten der Mitgliedskommunen unterwegs, um Flächen zu kartieren und zu prüfen, ob die Vorgaben der Kooperationsverträge zwischen Wasserversorger und Landwirtschaft erfüllt sind. Die Ergebnisse sprechen für sich – Landwirte halten sich an die Vereinbarungen zum Schutz des Trinkwassers.

 

Informationen aus der Landwirtschaft

Geschrieben am | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Dem aufmerksamen Spaziergänger sind in diesem Herbst sicherlich die zahlreichen Ackerflächen mit Winterbegrünung aufgefallen. Viele dieser Flächen sind mit Gemischen aus mehreren Zwischenfrüchten bestellt, die im Vergleich zu Ansaaten mit nur einer Art viele Vorteile haben. Der Boden wird intensiver durchwurzelt, die Bestände sind dichter und bieten Insekten und Niederwild einen vielfältigen Lebensraum. Wenn Sie noch zur Blüte kommen wird es herrlich bunt! Viele dieser Bestände sind jetzt mit Mulcher oder Walze zerkleinert worden oder nach den ersten Frösten abgefroren. Das Pflanzenmaterial an der Oberfläche schützt den Boden vor Erosion und dient den Regenwürmern als Nahrung. Vor der Bestellung im nächsten Frühjahr werden die Reste der Zwischenfrüchte eingearbeitet.

Wenn alle Feldarbeiten erledigt sind, nutzen Sie die Wintermonate um zu prüfen, ob die Dokumentationspflichten in der Landwirtschaft erfüllt sind. Im Bereich Pflanzenbau sind dies unter anderem die Dokumentationen über

  • die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
  • die Ermittlung des Düngebedarfs der Pflanzen
  • betrieblicher Nährstoffvergleich (Feld-Stall-Bilanz)
  • Humusbilanz, falls weniger als drei verschiedene Ackerfrüchte angebaut werden.

Die Dokumentationen für die ersten beiden Punkte müssen bis zum 31. Dezember vorliegen, während für die beiden Bilanzen bis zum 31. März des Folgejahres Zeit ist.  Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Zeit und alles Gute für das neue Jahr.

 

Seite 20 von 34« Erste...10...1819202122...30...Letzte »