Düngungsempfehlungen Sommerkulturen, Reinheimer Hügelland – Termine Feldbegehungen

Geschrieben am 16.03.2017 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein, Beiträge, Termine

Die Aussaat von Zuckerrüben steht an. Bislang liegen 20 Ergebnisse von Bodenuntersuchungen zu Zuckerrüben/Sommergetreide, vorrangig  aus den Gebieten Groß-Umstadt, Lengfeld, Richen und Groß-Bieberau vor.

Im Mittel wurden in 0-90 cm 118 kg NO3-N/ha festgestellt. Davon

  • 51 kg in 0-30 cm,
  • 38 kg in 30-60 cm
  • 29 kg in 60-90 cm.

Der geringste Wert für Schichten 0-90 cm liegt bei einer Fläche 64 kg NO3-N/ha der höchste Wert beträgt 205 kg NO3-N/ha (Vorfrucht Erbsen!).  Nach Wintergetreide und Zwischenfrucht werden bislang im Mittel 101 kg NO3-N in 0-90 cm Tiefe ermittelt.

Da die Zwischenfrüchte erst allmählich umgesetzt werden, ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.

Nur für Flächen,  auf denen keine organische Düngung Flächen ausgebracht wurde, kann sich bislang für  Zuckerrüben ein Düngebedarf von ca. 60 kg N/ha ergeben.  Bei allen anderen Flächen liegen die Düngungsempfehlungen deutlich niedriger.

Problematisch werden die hohen Nmin-Werte, wenn Sommergetreide angebaut wird. Der N-Bedarf liegt zwischen 0-50 kg N/ha . Wir empfehlen dringend vor der ersten Gabe eine Nitracheck-Analyse von Pflanzen und dem Krumenbereich durchführen zu lassen. Bitte sprechen Sie uns an.

Körnerleguminosen haben kein N-Düngungsbedarf!

Die ersten Feldrundgänge mit dem LLH  sind in Planung:

Mittwoch, 22. März:      13:30 Groß-Bieberau

15:30 Roßdorf

Montag, 27. März:          13:30 Mischbornquelle

15:30 Klein-Umstadt, Richen

Dienstag, 28. März:        10:00 Otzberg, Groß-Umstadt

Düngeempfehlung Übergangslagen Süd

Geschrieben am | Kategorie(n) Aktuelles

Erste Nmin Ergebnisse Wintergetreide für Birkenau, Fürth, Heppenheim, Mörlenbach und Rimbach

Die Verwitterungsböden weisen in der Krume nur geringe N-Vorräte auf. Die hohen Nmin-Mengen vom Herbst sind z.T. in den unteren Bodenschichten nachzuweisen, auf sehr leichten und flachgründigen Standorten trotz der geringen Niederschläge in tiefere Bodenschichten verlagert.

Eine Übersicht der ersten Ergebnisse aus den Bodenproben und der daraus abgeleiteten Düngeempfehlung finden Sie hier: Gebietsempfehlung Südliche Übergangslagen

Unter Weizen- und Tritikalebeständen finden sich im Mittel ca. 53 kg N-min/ha (0-90 cm).

In der Krume stehen den beständen aber nur 10 kg Nmin zur Verfügung.

Unter Wintergerste liegen die durchschnittlichen N-min-Werte mit 46 kg N-min/ha unwesentlich darunter. Für die Wintergetreidebestände ist somit eine zeitnahe Startgabe mit schnell wirkendem Stickstoff ratsam. Die Bemessung der zweiten Düngergabe hängt dann davon ab, wie schnell die Pflanzen die tieferen Bodenschichten mit ihren Wurzeln erschließen und wann sie an die dort vorhandenen N-min-Mengen kommen.

Im Vegetationsverlauf unbedingt die Stickstoffversorgung der Bestände mittels Nitracheck-Messung, Düngefenster oder Chlorophyllmessung beobachten!

Das Wurzelwachstum kann auch durch Aufgraben in wöchentlichen Abstand beurteilt werden. In Hinblick auf den bis jetzt eher trockenen Witterungsverlauf sollte auf eine gute Entwicklung des Wurzelsystems hingewirkt werden:

Nutzen Sie die Möglichkeit durch Walzen oder Striegeln die Bestockung anzuregen. Auch ein früher CCC-Einsatz im Winterweizen ist bei entsprechenden Wachstumsbedingungen (Wurzelwachstum > 5 cm) angeraten. Auch durch Blattdüngung mit Mangan werden Wurzelwerk und die Bestockung gefördert. Mit Mangan gut versorgte Pflanzen haben nachweislich einen geringeren Wasserverbrauch als andere Pflanzen. Das kann in dieser Vegetation unter Umständen wichtig sein. Gerade die Wintergerste mit ihrer verhaltenen Durchwurzelung reagiert ausgesprochen positiv auf Mangan.

Als Dünger bieten sich z.B. 3 – 5 kg/ha Mangansulfat oder 1,0 – 2,0 l/ha Mangan-Nitrat an.

Düngeempfehlungen Brensbach, Fr.-Crumbach, Modautal, Mühltal

Geschrieben am 08.03.2017 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Oberboden leer, Unterboden voll: Andüngen und abwarten!

Im Vergleich zu den Bodengehalten im Bereich Otzberg/Groß-Umstadt/Roßdorf finden sich in den Übergangslagen zum Odenwald in der Krume nur geringe N-Vorräte im Boden. Die hohen Nmin-Mengen vom Herbst sind aber noch in den beiden unteren Bodenschichten nachzuweisen. Eine Übersicht der Bodenanalysen und der daraus resultierenden Düngeempfehlungen ist in der folgenden Tabelle: Gebietsempfehlung BB_FC_MT_ML_080317. EINZELSCHLAGBEZOGENE Düngungsempfehlungen werden mit der Post oder per Mail direkt verschickt.

Unter Weizen- und Tritikalebeständen finden sich im Mittel knapp 90 kg N-min/ha (0-90 cm). Nach den Vorfrüchten Bohnen, Erbsen, Kartoffeln liegen die Werte mit fast 140 kg N deutlich über dem Mittelwert. Nach Vorfrucht Zuckerrüben oder Getreide finden sich im Mittel zwischen 50 und 60 kg N-min/ha; nach Raps oder Silomais sind es rund 80 kg N. In der Krume stehen den Beständen unabhängig von der Vorfrucht aber nur unter 10 bis 20 kg Nmin zur Verfügung.

Unter Wintergerste liegen die durchschnittlichen N-min-Werte um 50 kg N-min/ha nach Getreidevorfrucht und bei 75 kg N nach Silomais. Im Krumenbereich finden sich auf fast allen beprobten Flächen unter 10 kg Nmin.

Für die Wintergetreidebestände ist somit eine zeitnahe Startgabe mit schnell wirkendem Stickstoff ratsam. Die Bemessung der zweiten Düngergabe hängt dann davon ab, wie schnell die Pflanzen die tieferen Bodenschichten mit ihren Wurzeln erschließen und wann sie an die dort vorhandenen hohen N-min-Mengen kommen. Daher muss im Verlauf der Vegetation unbedingt die Stickstoffversorgung der Bestände mittels Nitracheck-Messung, Düngefenster oder Chlorophyllmessung beobachtet werden. Das Wurzelwachstum kann auch durch Aufgraben in wöchentlichen Abstand beurteilt werden. In Hinsicht auf den bis jetzt eher trockenen Witterungsverlauf sollte auf eine gute Entwicklung des Wurzelsystems hingewirkt werden:

Nutzen Sie die Möglichkeit durch Walzen oder Striegeln die Bestockung anzuregen. Auch ein früher CCC-Einsatz im Winterweizen ist bei entsprechenden Wachstumsbedingungen (Wurzelwachstum > 5 cm) angeraten. Auch durch Blattdüngung mit Mangan werden Wurzelwerk und die Bestockung gefördert. Mit Mangan gut versorgte Pflanzen haben nachweislich einen geringeren Wasserverbrauch als andere Pflanzen. Das kann in dieser Vegetation unter Umständen wichtig sein. Gerade die Wintergerste mit ihrer verhaltenen Durchwurzelung reagiert ausgesprochen positiv auf Mangan. Als Dünger bieten sich z.B. 3 – 5 kg/ha Mangansulfat oder 1,0 – 2,0 l/ha Mangan-Nitrat an.

Bei hohen ph-Werten wird Mangan schnell im Boden festgelegt, deshalb ist eine Blattdüngung angeraten.

Update Düngungsempfehlungen

Geschrieben am 03.03.2017 | Kategorie(n) Aktuelles, Beiträge

Der bisherige Trend (hohe N-Vorräte im Boden) nach den ersten Ergebnissen konnte bestätigt werden. Die hohen Nmin-Mengen vom Herbst sind auch jetzt nachzuweisen. Auch im Oberboden, es fand kaum bis keine Verlagerung statt!

Regionale N-min-Werte und Düngeempfehlungen für Wintergetreide und Rüben, spezifiziert nach Vorfrucht, können hier als pdf aufgerufen werden:

Groß-Umstadt gesamt, Lengfeld, Habitzheim: Gebietsempfehlung GU_2017_03_02

Groß-Zimmern, Roßdorf, Radheim und Mosbach, Nieder-und Ober-Klingen: Gebietsempfehlung GZ_OB_RDSH_2017_03_02

Für die Rapsflächen sieht es so aus, dass unter Beständen, die im Herbst wenig N aufgenommen haben, meist sehr hohe Nitratvorräte im Frühjahr nachgewiesen werden können. Rapsbestände mit hoher N-Aufnahme vor Winter haben jetzt geringere Nmin-Mengen im Boden, die aber im Vergleich zu den sonstigen Jahren relativ hoch sind. Nach bisheriger Auswertung sind ab einer Herbst-N-Aufnahme unter 70 kg N/ha (meist in Verbindung mit einem heterogenen Pflanzenbestand) die Frühjahrs-Nmin-Werte besonders hoch.  Die Grafik verdeutlich das: Grafik Raps

Für die N-Düngung im Raps heißt es daher, dass die Gesamte N-Menge deutlich nach unten zu korrigieren ist. Wer bislang noch nicht den Raps gedüngt hat, sollte ab jetzt die N-Düngung in einer Gabe ausbringen. Je nach Ertragserwartung reichen 100-140 kg N/ha aus. Besonders bei ungleichmäßigen Beständen ist die Ertragserwartung nach unten zu korrigieren! Bei solchen Beständen ist ein Splitting der Wachstumsregler angesagt. Dabei ist auf eine gute Pflanzenverträglichkeit des eingesetzten Mittels zu achten!

Erläuterungen zu den N-min-Werten unter Wintergetreide:

Unter Weizenbeständen finden sich im Mittel über 100 kg N-min/ha (0-90 cm). Nach den Vorfrüchten Raps, Erbsen, Kartoffeln liegen die Werte deutlich über dem Mittelwert. Nur nach Vorfrucht Zuckerrüben und Soja finden sich im Mittel unter 100 kg N-min/ha. In der Krume stehen den Beständen bei Vorfrucht Raps, Erbsen, Kartoffeln, Silomais und Zuckerrüben meist über 40 kg N-min/ha zur Verfügung. Hier empfiehlt sich eine verhaltene Startdüngung (30-50 kg N/ha) . Nur nach Soja, Körnermais oder Getreidevorfrucht sind in der Krume weniger als 30 kg N-min/ha vorhanden.

Die Wintergerste hat etwas mehr Stickstoff aufgenommen. Die durchschnittlichen N-min-Werte liegen hier um die 100 kg N-min/ha und um 30 kg N-min/ha im Krumenbereich.

Wenn die Ausbringung von Gülle oder Gärsubstrat vorgesehen ist, sollte zum Weizen Piadin mit ausgebracht werden (3-5 kg/ha), um auf Flächen mit hohem N-min-Gehalt in der Krume eine zu frühzeitige Umwandlung des Ammonium-Stickstoffs in Nitrat zu verhindern. Der Stickstoff aus der Gülle steht den Beständen dann zum Schossen und für die Qualitätsgabe zur Verfügung. Zur Wintergerste kann die Gülle ohne Piadinzusatz gefahren werden. Der pflanzenverfügbare Stickstoff ist im vollen Umfang auf die Düngung anzurechnen!
Im Verlauf der Vegetation muss unbedingt die Stickstoffversorgung der Bestände mittels Nitracheck-Messungen, Düngefenster oder Chlorophyllmessung beobachtet werden.

Nutzen Sie die Möglichkeit durch Walzen oder Striegeln die Bestockung anzuregen. Auch ein früher CCC-Einsatz im Winterweizen ist bei entsprechenden Wachstumsbedingungen (Wurzelwachstum > 5 cm) angeraten. Auch durch Blattdüngung mit Mangan wird das Wurzelwerk und die Bestockung gefördert. Mit Mangan gut versorgte Pflanzen haben nachweislich einen geringeren Wasserverbrauch als andere Pflanzen. Das kann in dieser Vegetation unter Umständen wichtig sein. Gerade die Wintergerste mit ihrer verhaltenen Durchwurzelung reagiert ausgesprochen positiv auf Mangan. Als Dünger bieten sich z.B. 3 – 5 kg/ha Mangansulfat oder 1,0 – 2,0 l/ha Mangan-Nitrat an.

Bei hohen ph-Werten wird Mangan schnell im Boden festgelegt, deshalb ist eine Blattdüngung angeraten.

Informationen aus der Landwirtschaft

Geschrieben am | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Schwarzwildschäden

In den letzten 20 Jahren sind die Wildschweinbestände stetig gewachsen. Dafür gibt es zahlreiche Gründe: die gute Anpassungsfähigkeit der Wildschweine an veränderte Lebensräume, der Klimawandel, Zunahme der Waldflächen, Veränderungen in der Landwirtschaft und die Bejagung tragen zu enorm hohen Vermehrungsraten bei. Die große Population an Schwarzwild erfährt die Landwirtschaft durch – regional sehr unterschiedlich – eine Zunahme an Wildschäden auf Ackerflächen und im Grünland. Während der Wildschaden im Ackerbau zunächst finanziell höher anzusetzen ist als im Grünland, kann hier aber nach der Ernte der Acker bearbeitet und wieder neu eingesät werden. Im Grünland wird der Ernteausfall geringer bewertet. Allerdings sind die Schäden langfristiger und deutlich schwerer zu beheben. Auf Wiesen und Weiden suchen die Schweine nach tierischem Eiweiß und zerstören dabei die Grasnarbe. Schlechte Befahrbarkeit, Verunreinigungen im Futter durch Erde und eine zerstörte Grasnarbe sind die Folge. Manche Wiesen und Weiden werden über Winter so zerstört, dass eine Schnittnutzung nicht möglich ist.

Was aber ist zu tun:

Zunächst ist es wichtig, dass der Wildschaden zeitnah und richtig gemeldet wird. Rechtliche Grundlage zur Regelung von Wildschäden ist das Bundesjagdgesetz und das Hessische Jagdgesetz. Ein Wildschaden ist innerhalb einer Woche ab Bekanntwerden der zuständigen Gemeinde schriftlich zu melden. Eine telefonische Meldung bei der Gemeinde reicht nicht aus!

Auf den Flächen muss der Wildschaden repariert werden. Die Landtechnik hat verschiedene Systeme entwickelt, um Wildschäden im Grünland zu beseitigen. Wichtig ist dass die aufgebrochenen Grassoden eingeebnet werden und eine standortangepasste Nachsaat erfolgt – das Anwalzen der Saat ist von Vorteil. Der Einsatz von elementarem Schwefel im Grünland kann dazu beitragen, dass die Schwarzkittel die Fläche meiden.

Sicher ist, dass Schwarzwildschäden nicht nur ein Ärgernis sind, sondern auch hohe Kosten verursachen. Um Streit und Ärger zu vermeiden müssen Landwirte und Jäger gemeinsam alle erdenklichen Maßnahmen ergreifen, um Wildschäden zu minimieren. Auskünfte zur Schadensreglung erhalten Sie jederzeit bei Ihrer Gemeindeverwaltung, den Jagdgenossenschaften und Jagdpächtern.

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