Erste Nmin Ergebnisse 2019

Geschrieben am 01.02.2019 | Kategorie(n) Aktuelles

Nmin_Stand 1.Februar 2019

Die Feldlerche

Geschrieben am 28.01.2019 | Kategorie(n) Aktuelles

Gastbeitrag von Wolfgang Heimer

Die fast starengroße Feldlerche ist der Charaktervogel unserer Agrarlandschaft. Sie trägt ihren abwechslungsreichen Gesang meist aus großer Höhe vor. Für viele Menschen ist eine Ackerlandschaft ohne Feldlerchengesang kaum vorstellbar. Der kleine Feldvogel hält sich am liebsten dort auf, wo Pflanzen eine Vegetationshöhe bis maximal 50 Zentimetern erreichen und nicht zu dicht stehen. So können die Vögel ungestört ihre Bodennester bauen, sich verstecken und zwischen den Gräsern und Wildkräutern Nahrung suchen. Ideal ist für die Feldlerche ein Mosaik aus verschiedenen Landnutzungen und Ackerfrüchten. So kann der charismatische Sänger zu verschiedenen Zeiten in der Brutsaison ausreichend Flächen mit geeigneter Vegetationsstruktur finden. Nach der Paarung sucht das Weibchen im April den Platz für das Nest aus, sie scharrt eine bis zu siebe Zentimeter tiefe Mulde, die mit Pflanzenmaterial ausgepolstert wird. Im Abstand von je einem Tag legt das Weibchen zwei bis sieben, schmutzig-weiße, bräunliche oder leicht grünliche Eier.

Der Speiseplan der Feldlerche ist vielfältig: Auf den „Tisch“ kommt, was ihr die Natur während der verschiedenen Jahreszeiten bietet. Im Winter ernährt sie sich überwiegend vegetarisch von Pflanzenteilen und nahrhaften Sämereien. Große Getreidestoppelfelder oder Flächen die sich nach der Ernte selbst begrünen, wären für die Feldlerche in der kalten Jahreszeit ergiebige Plätze für die Futtersuche, sind aber aufgrund der schnellen Neueinsaat im Herbst selten geworden. Geräumte Maisfelder oder offenes Grünland hingegen bieten wenig Nahrhaftes. Mit dem beginnenden Frühling stellen die Lerchen ihre Ernährung auf kleine Tiere um und erbeuten Insekten und deren Larven sowie Spinnentiere. Außerdem fressen sie Regenwürmer und kleine Schnecken. Diese eiweißreiche tierische Kost ist vor allem während der Brutsaison wichtig.

Die zunehmende Konzentration des Ackerbaus auf die drei Kulturen Wintergetreide, Mais und Raps sowie der Rückgang von Brachen und Grünland führen zu mangelnden Brutflächen. Konnten Feldlerchen früher die erste Brut im Wintergetreide, die zweite im Sommergetreide und eine dritte auf Brachen aufziehen, bleibt es heute häufig bei nur einer Brut. Die Feldlerchenbestände befinden sich europaweit im deutlichen Sinkflug: Offizielle Monitoringdaten des Dachverbands Deutscher Avifaunisten (DDA) zeigen zwischen 1990 und 2015 einen Bestandseinbruch um 38 Prozent, also um deutlich mehr als ein Drittel. Dies gilt uneingeschränkt auch für unseren Raum.

Feldlerche

Feldlerche

Feldlerche

Feldlerche

Wie können wir der Feldlerche helfen?

Gut ist ein Mix aus Sommer- und Winterkulturen sowie Brachflächen, damit Lerchen noch im späten Frühjahr brüten können. Breite Schneisen in großen Maisflächen bieten dem Vogel Brutstätte und Nahrung. Die Schneisen sollten mehr als zehn Meter breit sein und können als Brache, Blühstreifen oder Sommergetreide mit Erntemöglichkeit bestellt werden. Für eine lichtere und von der Feldlerche noch nutzbare Pflanzendecke sorgen ein breiter Saatreihenabstand, eine reduzierte Saatgutstärke sowie der Verzicht auf Pflanzenschutzmaßnahmen. Artenreiche Blühstreifen sind besonders effektiv, wenn sie möglichst breit oder unregelmäßig verteilt sind, um Nesträuber nicht direkt auf die Nester hinzuleiten. Sofern möglich sollten Flächenbearbeitung und das Mulchen von Wegrändern während der Feldlerchen-Brutzeit von März bis Ende Juli vermieden werden.

Auch Spaziergänger, Freizeitsportler und besonders Hundehalter tragen während der Feldlerchen-Brutzeit eine große Verantwortung und müssen bei ihren Aktivitäten darauf achten, dass das Brüten der Vögel nicht gestört wird. Besonders freilaufende Hunde verhindern das ungestörte Brüten und werden dadurch dem Gelege zum Verhängnis.

Text: Wolfgang Heimer, HGON (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz)

Photo: Valentin Heimer

Informationenen aus der Landwirtschaft

Geschrieben am | Kategorie(n) Aktuelles

Januar

Das Jahr 2018 war gezeichnet von Wetterextremen, mit Starkregen, Erosion  und Überschwemmungen im Frühjahr sowie großer Hitze und Dürre bis in den Spätherbst. Die Auswirkungen der Wetterextreme aus dem Ausnahmejahr 2018 sind noch immer sichtbar.

Das Grünland, unsere Futtergrundlage für Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen, ist nachhaltig geschädigt. Hier waren die Ertragseinbußen im vergangenen Jahr gravierend! Eine zeitige Planung über anstehende Verbesserungsmaßnahmen auf dem  Grünland ist hilfreich, um ggf. Futterengpässe durch Feldfutterbau zu kompensieren.

Die Aussaat von Zwischenfrüchten und Winterungen konnte wegen der Trockenheit nicht an allen Standorten wie geplant erfolgen. Zwischenfrüchte, die „Nährstoffkonserven“ auf den Ackerflächen und für den vorbeugenden Grundwasserschutz von zentraler Bedeutung, sind nur schwach entwickelt, sofern sie überhaupt in den trockenen Boden gesät werden konnten. Die Anbaufläche von Raps und Wintergerste ist in diesem Jahr deutlich rückläufig, weil die Aussaat teilweise unmöglich war.

Wenn wichtige Glieder der Fruchtfolge in diesem Jahr wegfallen muss geprüft werden, ob die gesetzlichen Vorgaben zur  Anbaudiversifizierung erfüllt sind.

Erst im Dezember sind nennenswerte Niederschläge gefallen, die aber noch nicht überall ausreichen, um die Bodenvorräte bis in die unteren Schichten aufzufüllen. Mit den Niederschlägen, die über Winter (hoffentlich) noch kommen werden, wird aber der Vorrat an Bodenwasser aufgefüllt, so dass zu Vegetationsbeginn wieder ausreichend Wasser zur Verfügung stehen wird.

Am 15. Januar endete das Aufbringungsverbot von Festmist, festen Gärrückständen und Komposten, für alle anderen Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten endet die Sperrfrist am 31.Januar. Eine Aufbringung auf überschwemmten, wassergesättigten, schneebedecktem odergefrorenem Boden ist nicht zulässig.

Bitte denken Sie daran, dass vor der Düngung eine schriftliche Düngebedarfsermittlung für die Fläche vorliegen muss. Nutzen Sie die Wintermonate, um ihren Dokumentationsverpflichtungen nachzukommen.

Arbeitskreis zur Umsetzung der WRRL im Reinheimer Hügelland am 21. Januar 2019

Geschrieben am 09.01.2019 | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

Einladung zum Arbeitskreistreffen WRRL am

21. Januar 2019 von 10:30 – 15:00 Uhr

auf dem Milchhof Roßdorf

Zu viel oder zu wenig Wasser ist bedrohlich, beides konnte in diesem Jahr erlebt werden.

Daher ist es wichtig, unser Wasser zu bewirtschaften. Aber Wasserwirtschaft fängt im Boden an! Wir wollen daher in diesem Arbeitskreis ganz bewusst in die Materie Boden einsteigen. Jeder weiß, dass Bodenfruchtbarkeit unverzichtbar für eine erfolgreiche Pflanzenproduktion ist. Dem Humus kommt eine ganz besondere Bedeutung zu, nicht nur für den Erosionsschutz, sondern auch für den Grundwasserschutz. Wie lassen sich Maßnahmen von Natur- und Umweltschutz mit dem Wasserschutz in unserem Maßnahmenraum verbinden? Wir freuen uns daher auf die Gastbeiträge zum Arbeitskreis und ganz besonders auf ihr Mitwirken.

 

TOP:

  • Begrüßung und Einführung – Schnittstelle von Landwirtschaft und Wasserwirtschaft  (AGGL)
  • Was bringt Humus für Nmin und N-Bilanz (Dr. Wolff-Günther Gebauer, ehem. AGLW Hef-RoF)

 Mittagspause

  •  Gewässerunterhalt – unverzichtbar! Einblick und Anforderungen an die Arbeit im Gewässerverband (Jonathan Dörr. Gewässerverband Mümling-Gersprenz)
  • Vernetzung von Natur- und Wasserschutz (Peter Pohlmann und Eberhard Sandhäger ,Abt. Landschaftspflege DADI)

 

Arbeitskreis Wasserrahmenrichtlinie Bergstraße/Odenwald

Geschrieben am 23.11.2018 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein, Termine

Herzliche Einladung zum Arbeitskreistreffen WRRL

am 6. Dezember 2018 von 14:00 – 16:00 Uhr

in der Reichenberghalle Reichelsheim (kleiner Sitzungssaal)

Zu viel oder zu wenig Wasser ist bedrohlich, beides konnte in diesem Jahr erlebt werden. Daher ist es wichtig, unser Wasser zu bewirtschaften.

Es ist ein langer Weg, damit Regen im Boden versickert oder über Gräben, Bäche und Flüsse dem Meer zufließt, den Land- und Wasserwirtschaft maßgeblich mitgestalten.

Wir freuen uns daher auf die Gastbeiträge zum Arbeitskreis, die die Beratungsschwerpunkte Grundwasser und Erosion sehr gut abbilden.

TOP:

  • Begrüßung und Einführung – Schnittstelle von Landwirtschaft und Wasserwirtschaft  (AGGL)
  • www.GruSchu.de Schneller Einstieg in die Auskunftsplattform zum Grundwasserschutz (Constanze Lorenz-Hefner, HLNUG)
  • Gewässerunterhalt – unverzichtbar!  Einblick und Anforderungen an die Arbeit im Gewässerverband (Ulrich Androsch, Gewässerverband Bergstraße)
  • Diskussion

Wir freuen uns, Sie zahlreich begrüßen zu dürfen.

 

 

 

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