Informationen aus der Landwirtschaft – Januar 2020

Geschrieben am 09.01.2020 | Kategorie(n) Aktuelles

Getreidelagerung

Die Getreideernte liegt schon Monate zurück und auf vielen Höfen wird das Erntegut eingelagert, um es zu verfüttern oder zu einem günstigen Zeitpunkt zu verkaufen.

Die hohen Qualitätsansprüche die an Getreide gestellt werden verlangen über die Ernte hinaus eine kontinuierliche Kontrolle im Lager, denn Ernteprodukte mit qualitativen Mängeln dürfen nicht vermarktet oder verfüttert werden. Der Landwirt ist verantwortlich für die Qualität der eingelagerten Lebens- bzw. Futtermittel.

Vor der Einlagerung muss das Silo gründlich gesäubert werden – auch in Ecken, Ritzen und Fugen! Bei der Einlagerung des Getreides ist eine Feuchtigkeit < 14% anzustreben und die Temperatur  im Lager darf langfristig 10 °C nicht übersteigen. Um das Getreide vor Verunreinigungen durch Vögel oder Nager zu schützen sollte es mit einem Siloschutzgitter oder Vlies abgedeckt werden. Temperatur und Feuchte sind in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren, genauso wie ein möglicher Befall mit Vorratsschädlingen wie Kornkäfer, Motten oder Milben. Laut Schätzungen der FAO betragen die globalen Lagerverluste zwischen 10 und 30 Prozent!

Ende der Sperrfrist für Festmist

Am 15. Januar endete das Aufbringungsverbot von Festmist, festen Gärrückständen und Komposten, für alle anderen Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten endet die Sperrfrist am 31.Januar. Eine Aufbringung auf überschwemmten, wassergesättigten, schneebedecktem odergefrorenem Boden ist darüber hinaus nicht zulässig. Auf unbestellten Ackerflächen müssen Düngemittel mit wesentlichen Gehalten an verfügbarem Stickstoff oder Ammoniumstickstoff spätestens vier Stunden nach Aufbringung eingearbeitet werden (z. B. Gülle und Gärrückstände, aber auch Hühnertrockenkot und Geflügelmist). Nicht direkt eingearbeitet werden müssen Festmist von Huf- oder Klauentieren, Kompost.

Die Einarbeitung der Düngemittel kann entweder in einem Arbeitsgang, zum Beispiel mit einem Güllegrubber oder in einem zweiten Arbeitsgang nach der Gülleausbringung erfolgen. Ab dem 1. Februar 2020 gilt die Einarbeitungsfrist auch für Harnstoff, wenn kein Ureasehemmstoff zugegeben wurde. Auf bewachsenen Flächen dürfen flüssige organische und organisch-mineralische Dünger nur noch streifenförmig aufgebracht oder mit geeignetem Gerät in den Boden eingebracht werden. Diese Regelung gilt auf Ackerland ab 2020, auf Grünland und mehrjährigem Feldfutter ab 2025.

Vor der Düngung muss eine schriftliche Düngebedarfsermittlung für die Fläche vorliegen. Nutzen Sie die Wintermonate, um ihren Dokumentationsverpflichtungen nachzukommen.

Informationen aus der Landwirtschaft – Dezember

Geschrieben am 16.12.2019 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Wieder geht ein Jahr zu Ende!

Für die Landwirtschaft war 2019 ein Jahr mit großen Herausforderungen.

Die Sorge vor der Einschleppung der afrikanischen Schweinepest, Blauzungenkrankheit und damit verbundene Auflagen für die Verbringung von Rindern, Bullen und Kälbern, höhere Einfuhrmengen von Rindfleisch aus Amerika, Nachbesserungen der im Jahr 2017 in Kraft getretenen Düngeverordnung, Volksbegehren in Bayern und bundesweite Forderungen nach mehr Artenvielfalt. Außerdem eine nicht immer nachvollziehbare Einstufung in gefährdete Gebiet und rote Gemarkungen, ein neues Tierwohllabel, das Agrarpaket der Bundesregierung und veränderten Rahmenbedingungen, neue gesetzliche Vorgaben, weitreichende Dokumentationsverpflichtungen und im kommenden Jahr steht eine erneute Novellierung der Düngeverordnung an. Bundesweit gibt es Protestaktionen von Bäuerinnen und Bauern!

Die Stimmung auf vielen Höfen ist angespannt – trotzdem oder gerade deshalb haben sich auch 2019 Landwirte engagiert und eingebracht.

Mit der Anlage von Blühstreifen und Blühflächen, bei Feldtagen und Feldversuchen, mit innovativer Technik und alternativen Kulturen, im Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, an „runden Tischen“ und in Arbeitskreisen. Dieses Engagement verdient Respekt und Anerkennung! Bitte nutzen Sie die Wintermonate um zu prüfen, ob ihre Cross Compliance relevanten Dokumentationspflichten in der Landwirtschaft erfüllt sind.                                                                         Wir wünschen Ihnen und allen die Ihnen nahe stehen eine besinnliche Zeit verbunden mit den besten Wünschen für das kommende Jahr.

 

Einladung zum Arbeitskreis WRRL Bergstraße/Odenwald

Geschrieben am 12.11.2019 | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

Düngeverordnung, Sperrfristen, rote Gemarkungen und Digitalisierung – neben dem Arbeitsalltag auf Ihren Höfen sind das die Herausforderungen, die bewältigt werden wollen.

Der diesjährige Arbeitskreis greift diese Themen auf mit Beiträgen aus dem HMUKLV (Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) und der Firma 365FarmNet.

Lassen Sie uns reden, über die Themen, die „unter den Nägeln brennen“.

5. Dezember 2019 von 10:30 – 15:30 Uhr

im Sitzungssaal der Reichenberghalle Reichelsheim, Konrad-Adenauer-Str.1

 10:30 Uhr                   Begrüßung und Einführung

(AGGL) 

11:00-12:30 Uhr         Einsatzspektrum digitaler Lösungen in der Landwirtschaft

(Pascal Pegel, 365FarmNet) 

12:30-13:15 Uhr         – Pause –  (Mittagessen kann vor Ort bestellt werden)

 13:15-13:45 Uhr         Betriebsportraits

(Junge Betriebsleiter*innen stellen ihre Betriebe vor)

 HMUKLV Ute Göttlicher und Dr. Jörg Hüther

 13:45-14:15 Uhr         Rote Gemarkungen – Einstufung, Grundlagen, Messstellen

 14:15-14:45 Uhr         Novelle der Düngeverordnung, Ausführungsverordnung

14:45-15:30                Diskussion

 Wir freuen uns wenn Sie dabei sind – eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Scannen von Rapsflächen zur Ermittlung der N-Aufnahme vor Winter

Geschrieben am | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

Auch in diesem Herbst können wir  das Scannen von Rapsbeständen im Herbst mit einem N-Sensor anbieten, um flächenhaft den aufgenommenen Stickstoff zu bestimmen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Vermeidung von Überversorgung der Rapsbestände
  • Verbesserung der Stickstoffbilanzen
  • bedarfsgerechte Düngung bereits zur 1. N-Gabe, auch bei zurückgefrorenen Beständen
  • Förderung schwächer entwickelter Bestände durch gezielte N-Gaben

Wenn Sie Interesse am Scannen ihrer Rapsbestände haben, dann melden Sie uns bitte bis zum  15. November bis zu drei Rapsflächen von Ihrem Betrieb.

Bei guter Witterung werden wir in der kommenden Woche die Flächen abfahren.

Es werden die folgenden Angaben benötigt: (2019_Rapsscan_Formblatt)

  • Schlagbezeichnung
  • Beprobungsnummer bzw. FLIK
  • Vorfrucht
  • Rapssorte
  • Aussaattermin, Aussaatstärke
  • Angaben zur ggfs. erfolgten Herbstdüngung (was, wann, wieviel)

Wir geben Ihnen Bescheid, wann die Messungen erfolgen, damit Sie die Gelegenheit erhalten, bei der Aufnahme dabei zu sein.

Die Erstellung einer Streukarte für die teilflächenspezifische automatisierte Düngung, die über ISOBUS den Düngerstreuer steuert ist möglich und wird gerne von uns erstellt.

19. September – Erodierte Lössstandorte: Entstehung – Folgen – Konsequenzen

Geschrieben am 17.09.2019 | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

HABITZHEIM-bODENPROFILELössböden sind so ziemlich die fruchtbarsten Böden, die wir kennen. In diesen schluffreichen Böden besteht durch den hohen Fein- und Mittelporenanteil ein hohes Wasserspeichervermögen, der besonders, wenn die Lössauflagen sehr mächtig sind, für sichere Erträge auch in Trockenzeiten sorgt.

Doch die fruchtbarsten Böden können sich zu furchtbaren Böden entwickeln, nämlich dann wenn die Böden erodieren. Jeder Landwirt im Reinheimer Hügelland kennt die Lösskuppen, welche bei Trockenheit früh zeichnen, meist sehr hohe Kalk- und Mg-Gehalte aufweisen und die Nährstoffaufnahme von etlichen Makro- und Mikronährstoffen behindern.

Wie entstehen solche Böden, was kann man gegen diesen Prozess unternehmen, welche Handlungsmöglichkeiten bestehen, wenn die Fläche bereits erodiert ist?

Diese Fragen wollen wir am Objekt mit Bodenschätzern erörtern. Dazu wurden in Habitzheim auf einer Fläche drei Bodenprofile freigelegt. Sie sind herzlich eingeladen an den Profilansprachen und Erörterungen teilzunehmen

am Donnerstag den 19. September 2019 von 13:15 bis ca. 16:15 Uhr.

Wir treffen uns auf dem Acker hinter dem Brunnen Habitzheim . Die Fläche ist sowohl von der Kreisstraße L 3413 (Groß-Umstadt-Habitzheim, von Groß-Umstadt kommend vor Ortseinfahrt Habitzheim rechts in den asphaltierten Feldweg einbiegen) als auch von der Falltorgasse aus gut zu erreichen.

 

 

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