Arbeitskreis zur Umsetzung der WRRL im Reinheimer Hügelland

Geschrieben am 14.01.2020 | Kategorie(n) Allgemein

Wir laden Sie herzlich ein zum Arbeitskreistreffen WRRL am

29. Januar 2020 von 10:30 – 15:00 Uhr

auf dem Karlshof / Milchhof Roßdorf (Erbacher Str. 87, 64380 Roßdorf)

Die novellierte Düngeverordnung aus dem Jahr 2017 wird erneut novelliert. Wassersensible „rote“ Gebiete werden mit deutlich verschärften Anforderungen an die Landbewirtschaftung ausgewiesen. Welche Anforderungen kommen auf die Landwirtschaft zu, welche Konsequenzen lassen sich daraus ableiten?

Es gibt auch Positives aus dem Wasserschutzgebiet zu berichten. Ein mehrjähriges Monitoring zur Nitratauswaschung in einem WSG wurde abgeschlossen, die Ergebnisse werden vorgestellt.

TOP:

  • Begrüßung und Einführung
  • Neue Vorgaben der DÜV
  • Was bringt die DÜV für den Betrieb – ein Fallbeispiel
  • Was geht an Zwischen-/Zweitfrüchten nach der Ernte 2020

 Mittagspause 

  • Monitoring zur Nitratbelastung  ( Andreas Schwarz (Terraquat/Nürtingen))

Mut zur Unordnung!

Geschrieben am 09.01.2020 | Kategorie(n) Allgemein

Beitrag von Andreas Mohr

Mohr+Partner, Büro für Umweltschutz und Kommunikation

Es ist Winter und um uns herum wurde die Landschaft winterfest gemacht. Die Flächen sind geputzt, das Wintergetreide gesät. Aufgeräumt schaut’s aus. Wie auf einer ordentlichen Werkbank eines guten Handwerkers. Was unserem Auge gefällt, führt zur Sorge bei so manchem Tier, denn es fehlt etwas:

Ein bisschen „Unordnung“, ein wenig Altgras. Gerade für unsere heimischen Feldvögel und Tiere ist es ungemein wichtig im Winter ein paar Stellen zu finden, auf denen die Reste des Sommers noch stehen bleiben. Der ungemulchte Feldrain, die ungemähte Ecke an der Feldhecke. Das, was unser Auge als „unordentlich“ sieht, erfreut unsere Feldtiere. Dort finden sie etwas zu fressen. Die meisten von ihnen wie der Feldsperling, die Goldammer oder das Rebhuhn leben von Körnern und Sämereien. Genau dort, im Altgras finden sie diese. Doch gerade mit Körnern und Sämereien wird es in unseren Gemarkungen häufig eng, denn die Ecken fehlen, in denen sie von den Tieren gefunden werden können. Manchmal ist’s einfach zu sauber, bei uns. „Mut zum Stehen lassen“, so könnte man es nennen, denn ein bisschen Altgras, Kälberkopf, Melde oder Schafsgarbe, die über Winter stehen bleibt, kann von den Tieren gefressen werden und täte ihnen wirklich gut.

Aber noch ein zweiter Gedanke spricht für die „ungepflegten Ecken“. Das Insektensterben, wie es heute oft beweint wird, ist auch hier bei uns real. Und auch dort kann ein bisschen Altgras helfen. Coleoptera, Lepidoptera, Hymenoptera, Arthropoden. So nennt sie der Fachmann. Wir kennen sie als Tausendfüßler, Asseln, Spinnen und Falter. Viele von ihnen überwintern wieder genau dort, im Altgras. Genauer: in den hohlen Stängeln von Melde, Kälberkopf oder Schafsgarbe, um nur ein paar wenige Pflanzen zu nennen. Und nur wer sicher überwintert, kann im nächsten Frühjahr ausfliegen und eine bunte Wiese zum Brummen bringen. Genau darum sollten wir ein bisschen „Unordnung“ in unserem Feld dulden. Den Tieren zu liebe.

Informationen aus der Landwirtschaft – Januar 2020

Geschrieben am | Kategorie(n) Aktuelles

Getreidelagerung

Die Getreideernte liegt schon Monate zurück und auf vielen Höfen wird das Erntegut eingelagert, um es zu verfüttern oder zu einem günstigen Zeitpunkt zu verkaufen.

Die hohen Qualitätsansprüche die an Getreide gestellt werden verlangen über die Ernte hinaus eine kontinuierliche Kontrolle im Lager, denn Ernteprodukte mit qualitativen Mängeln dürfen nicht vermarktet oder verfüttert werden. Der Landwirt ist verantwortlich für die Qualität der eingelagerten Lebens- bzw. Futtermittel.

Vor der Einlagerung muss das Silo gründlich gesäubert werden – auch in Ecken, Ritzen und Fugen! Bei der Einlagerung des Getreides ist eine Feuchtigkeit < 14% anzustreben und die Temperatur  im Lager darf langfristig 10 °C nicht übersteigen. Um das Getreide vor Verunreinigungen durch Vögel oder Nager zu schützen sollte es mit einem Siloschutzgitter oder Vlies abgedeckt werden. Temperatur und Feuchte sind in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren, genauso wie ein möglicher Befall mit Vorratsschädlingen wie Kornkäfer, Motten oder Milben. Laut Schätzungen der FAO betragen die globalen Lagerverluste zwischen 10 und 30 Prozent!

Ende der Sperrfrist für Festmist

Am 15. Januar endete das Aufbringungsverbot von Festmist, festen Gärrückständen und Komposten, für alle anderen Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten endet die Sperrfrist am 31.Januar. Eine Aufbringung auf überschwemmten, wassergesättigten, schneebedecktem odergefrorenem Boden ist darüber hinaus nicht zulässig. Auf unbestellten Ackerflächen müssen Düngemittel mit wesentlichen Gehalten an verfügbarem Stickstoff oder Ammoniumstickstoff spätestens vier Stunden nach Aufbringung eingearbeitet werden (z. B. Gülle und Gärrückstände, aber auch Hühnertrockenkot und Geflügelmist). Nicht direkt eingearbeitet werden müssen Festmist von Huf- oder Klauentieren, Kompost.

Die Einarbeitung der Düngemittel kann entweder in einem Arbeitsgang, zum Beispiel mit einem Güllegrubber oder in einem zweiten Arbeitsgang nach der Gülleausbringung erfolgen. Ab dem 1. Februar 2020 gilt die Einarbeitungsfrist auch für Harnstoff, wenn kein Ureasehemmstoff zugegeben wurde. Auf bewachsenen Flächen dürfen flüssige organische und organisch-mineralische Dünger nur noch streifenförmig aufgebracht oder mit geeignetem Gerät in den Boden eingebracht werden. Diese Regelung gilt auf Ackerland ab 2020, auf Grünland und mehrjährigem Feldfutter ab 2025.

Vor der Düngung muss eine schriftliche Düngebedarfsermittlung für die Fläche vorliegen. Nutzen Sie die Wintermonate, um ihren Dokumentationsverpflichtungen nachzukommen.

Informationen aus der Landwirtschaft – Dezember

Geschrieben am 16.12.2019 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Wieder geht ein Jahr zu Ende!

Für die Landwirtschaft war 2019 ein Jahr mit großen Herausforderungen.

Die Sorge vor der Einschleppung der afrikanischen Schweinepest, Blauzungenkrankheit und damit verbundene Auflagen für die Verbringung von Rindern, Bullen und Kälbern, höhere Einfuhrmengen von Rindfleisch aus Amerika, Nachbesserungen der im Jahr 2017 in Kraft getretenen Düngeverordnung, Volksbegehren in Bayern und bundesweite Forderungen nach mehr Artenvielfalt. Außerdem eine nicht immer nachvollziehbare Einstufung in gefährdete Gebiet und rote Gemarkungen, ein neues Tierwohllabel, das Agrarpaket der Bundesregierung und veränderten Rahmenbedingungen, neue gesetzliche Vorgaben, weitreichende Dokumentationsverpflichtungen und im kommenden Jahr steht eine erneute Novellierung der Düngeverordnung an. Bundesweit gibt es Protestaktionen von Bäuerinnen und Bauern!

Die Stimmung auf vielen Höfen ist angespannt – trotzdem oder gerade deshalb haben sich auch 2019 Landwirte engagiert und eingebracht.

Mit der Anlage von Blühstreifen und Blühflächen, bei Feldtagen und Feldversuchen, mit innovativer Technik und alternativen Kulturen, im Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, an „runden Tischen“ und in Arbeitskreisen. Dieses Engagement verdient Respekt und Anerkennung! Bitte nutzen Sie die Wintermonate um zu prüfen, ob ihre Cross Compliance relevanten Dokumentationspflichten in der Landwirtschaft erfüllt sind.                                                                         Wir wünschen Ihnen und allen die Ihnen nahe stehen eine besinnliche Zeit verbunden mit den besten Wünschen für das kommende Jahr.

 

Einladung zum Arbeitskreis WRRL Bergstraße/Odenwald

Geschrieben am 12.11.2019 | Kategorie(n) Aktuelles, Termine

Düngeverordnung, Sperrfristen, rote Gemarkungen und Digitalisierung – neben dem Arbeitsalltag auf Ihren Höfen sind das die Herausforderungen, die bewältigt werden wollen.

Der diesjährige Arbeitskreis greift diese Themen auf mit Beiträgen aus dem HMUKLV (Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) und der Firma 365FarmNet.

Lassen Sie uns reden, über die Themen, die „unter den Nägeln brennen“.

5. Dezember 2019 von 10:30 – 15:30 Uhr

im Sitzungssaal der Reichenberghalle Reichelsheim, Konrad-Adenauer-Str.1

 10:30 Uhr                   Begrüßung und Einführung

(AGGL) 

11:00-12:30 Uhr         Einsatzspektrum digitaler Lösungen in der Landwirtschaft

(Pascal Pegel, 365FarmNet) 

12:30-13:15 Uhr         – Pause –  (Mittagessen kann vor Ort bestellt werden)

 13:15-13:45 Uhr         Betriebsportraits

(Junge Betriebsleiter*innen stellen ihre Betriebe vor)

 HMUKLV Ute Göttlicher und Dr. Jörg Hüther

 13:45-14:15 Uhr         Rote Gemarkungen – Einstufung, Grundlagen, Messstellen

 14:15-14:45 Uhr         Novelle der Düngeverordnung, Ausführungsverordnung

14:45-15:30                Diskussion

 Wir freuen uns wenn Sie dabei sind – eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

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