Silo-Mais: Abreife-Monitoring

Geschrieben am 04.09.2019 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Abreifemonitoring (27.08. und 03.09.)

Das Abreifemonitoring zeigt, dass die Situation in der südhessischen Mittelgebirgslage nicht vergleichbar mit dem Jahr 2018 ist. Im August/Sept. 2018 vertrocknete der Mais ohne die Stärkeeinlagerung zu beenden. Aktuell zeigt sich das Stängelmark feucht und klebrig (Zucker). Die Kolben befinden sich auf dem Großteil der beprobten Standorte noch in der Teigreife. Die gehäckselten Kolben sind feucht. Die Stärkeeinlagerung ist noch nicht abgeschlossen.
In der Tabelle (klick auf Tabelle macht sie lesbar) sind die Werte für die beiden Probenahmetermine zusammengestellt:

Tab2019_09

Die zweite Reifeprüfung zeigt den Stärkezuwachs im Kolben in den letzten sieben Tagen an. Nur der Standort Reichelsheim-Gumpen hat die vollständige Stärkeeinlagerung erreicht (54 % Stärke-TS und 35 % Gesamt-TS). Auf den Standorten Birkenau, Mörlenbach, Brandau hat es vergangenes Wochenende 3 mm geregnet. Nach Niederschlägen können die noch grünen Pflanzen wieder Feuchtigkeit aufnehmen und die TS- Gehalte der Restpflanze sinken. Umso wichtiger ist es, die Stärkeeinlagerung bis zum Erntetermin abzuwarten. Liegt der TS-Gehalt der Silage dann oberhalb 36 % (Bsp. Ober-Kinzig), sind Maßnahmen wie hoher Walzdruck (30 cm Walzschicht), optimaler Vorschub (2,5 m im Sommer) und Siliermitteleinsatz zu ergreifen.

In den Höhenlagen des hinteren Odenwaldes befindet sich der Silomais noch in der späten Milchreife. Eine Abreifetest wird für diese Standorte in der nächsten Woche durchgeführt.

Probeerfassung und Auswertung durch AGGL Otzberg 06162-94352-13 und LLH Griesheim (A. Mögel)