Informationen aus der Landwirtschaft – Februar 2017

Geschrieben am 06.02.2017 | Kategorie(n) Aktuelles, Allgemein

Am 1. Februar endet bundesweit die Kernsperrfrist. Jetzt dürfen Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten und flüssige Wirtschaftsdünger wieder ausgebracht werden, sofern der Boden nicht überschwemmt, wassergesättigt oder tief gefroren ist. Vor allem im zeitigen Frühjahr ist auf eine ausreichende Schwefelversorgung der Pflanzen zu achten. Der in Wirtschaftsdüngern gebundene Schwefel ist für die Kulturpflanzen von geringer Bedeutung, weil er überwiegend organisch gebunden ist. Für die erste Stickstoff-Gabe empfehlen sich daher Düngemittel mit Schwefelanteile. Schwefel-Mangel zeigt sich bei Raps durch rotviolett verfärbte Blätter, bei Getreide und Grünland durch blassgrüne Aufhellungen der jüngeren Blätter. Ab 16. Februar können – sofern es die Bodenverhälntnisse zulassen-Zwischenfrüchte im Rahmen von Greening eingearbeitet werden. Anders als in den beiden Vorjahren haben die Temperaturen im Januar dazu beigetragen, dass die Bestände abgefroren sind. Ein schlechter Feldaufgang der Zwischenfrüchte aufgrund der Trockenheit hatte eine geringere Nährstofffixierung im Aufwuchs zur Folge, was bei der Düngung berücksichtigt werden muss.

Landwirte sind verpflichtet die Bodennährstoffgehalte vor der Ausbringung wesentlicher Nährstoffmengen zu ermitteln, um eine bedarfsgerechte Düngung zu gewährleisten. Für Phosphat ist die Bedarfsermittlung alle sechs Jahre mittels Bodenuntersuchung auf allen Schlägen ab ein Hektar durchzuführen. Für die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor ist jährlich der betriebliche Nährstoffvergleich zu erstellen. Dieser muss spätestens bis 31. März 2017 für das letzte abgeschlossene Wirtschaftsjahr 2015/16 vorliegen.