Aus aktuellem Anlass: Winter-Aussenhaltung von Rindern und Pferden

Geschrieben am 10.03.2020 | Kategorie(n) Aktuelles

Die Aussenhaltung von Rinder und Pferden im Winter ist unter dem Gesichtspunkt des Grundwasserschutzes oft kritisch zu betrachten. Vor allem nach den ergiebigen Niederschlägen in den letzten Wochen erfordert die Aussenhaltung  im Hinblick auf Narbenschädigungen eine hohe Aufmerksamkeit beim Flächenmanagement.

In Wasserschutzgebieten ist die Weidehaltung im Winter nicht erlaubt. Aber auch außerhalb von WSGen  ist eine Beweidung/Haltung, bei der die Grasnarbe großflächig zerstört wird, keine gute fachliche Praxis.

Aus der Narbenschädigung ergeben sich oft ein erhöhter Unkrautdruck und auf jeden Fall Ertragseinbußen im Folgejahr. Durch Kot und Urin der Weidetiere auf der zertrampelten Fläche kommt es zu Nitrateinträgen ins Grundwasser; wenn das Oberflächenwasser von der Fläche abfließt auch zu Nährstoffeinträgen in Gräben und Vorfluter.

Bitte vermeiden Sie solche unschönen Bilder:

  • Flächengröße und Tieranzahl müssen zusammenpassen
  • Zufüttern auf fester Fläche
  • Aufstallen, wenn die Fläche zu nass wird/die Grasnarbe zu stark geschädigt wird

Flächen, die großflächig zermatscht und zertreten sind, also keine Futtergrundlage für die auf ihnen gehaltenen Tiere bieten, sind auch per Definition keine Grünlandflächen mehr und können aus dem Flächenantrag gestrichen werden.