Aktuelle Nmin Werte Weschnitztal und Überwald

Geschrieben am 15.03.2019 | Kategorie(n) Allgemein

Die trockene Witterung des letzten Jahres zeigt Nachwirkungen in diesem Frühjahr. Geringere Ernteerträge, weniger Nährstoffaufnahme durch schlecht entwickelte Bestände im Herbst und vor allem die hohe Mineralisation auf Grund der guten Bodenstruktur und warmen Herbstwitterung sorgten für überwiegend sehr hohe Nitratwerte im vergangenen Herbst. Im Frühjahr wurden in den Übergangslagen und im Hohen Odenwald immer noch höhere Werte als in den Vorjahren ermittelt. Durch die Winterniederschläge (im Odenwald ca. 300 mm seit der Herbst-Probenahme) hat eine Verlagerung/Auswaschung stattgefunden, so dass aktuell im Mittel der Flächen ca. 20-30 kg Nitrat-N/ha in den Schichten bis 60 cm Tiefe vorliegen. Die Trockenheit des letzten Jahres hat zu einer guten Sommergare und Bodenstruktur geführt. In den gut durchlüfteten, lockeren Böden ist daher mit höheren Stickstofffreisetzungen zu rechnen, insbesondere auf regelmäßig mit Wirtschaftsdüngern versorgten Flächen. Trotzdem sollten die Bestände jetzt angedüngt werden. Bei erhöhten N-Mengen in den tieferliegenden Schichten, wie sie dieses Jahr oft nach Vorfrucht Mais auftreten, ist zum Schossen und/oder zum Ährenschieben die Düngung zu reduzieren, um den Rahmen der Düngebedarfsermittlung nicht zu überschreiten. Es wird empfohlen den Versorgungszustand der Pflanzen mittels Nitracheckmessungen oder Düngefenster zu beobachten und die Düngung insbesondere zum Schossen an die Entwicklung anzupassen. Für die weitere Entwicklung ist die Wassersituation zu berücksichtigen. Gute Erträge lassen sich nur bei ausreichender Wasserversorgung realisieren! Ebenfalls wichtig für stabile Erträge ist eine ausreichende Schwefelversorgung (20 kg S/ha), die am besten über schwefelhaltige N-Dünger mit der Startgabe gegeben wird.

Wichtiger Hinweis: Die Tabelle ersetzt nicht die erforderliche Düngebedarfsermittlung (DBE) und gilt nicht alternativ zur schlagbezogenen Düngeempfehlung! Sofern eigene Nmin Ergebnisse ihrer Flächen vorliegen, legen sie diese für die DBE bitte zugrunde.

Aktuelle Nmin Werte Weschnitztal und Überwald März 2019